07 News_ Update Marokko_ Still.png
1:26
Über 2800 Tote bei Erdbeben:Spanische und britische Rettungstrupps unterstützen Marokko

Grosse Zerstörung in Marokko
Laut Unicef sind 100'000 Kinder vom schweren Erdbeben betroffen

Ein starkes Erdbeben hat am späten Freitagabend Marokko erschüttert. Das Beben der Stärke 6,9 ereignete sich 71 Kilometer südwestlich von Marrakesch. Rund 2500 Menschen verloren in den Trümmern ihr Leben. Blick hält dich im Ticker auf dem Laufenden.
Kommentieren
1/24
Die traurige Arbeit der Rettungskräfte: Sie müssen Hunderte Leichen bergen.
Foto: AFP

Ein schweres Erdbeben in Marokko hat Hunderte Todesopfer gefordert. Inzwischen ist die Zahl der Toten nach Behördenangaben auf 2012 gestiegen. Mindestens 2059 weitere Menschen wurden verletzt, wie das marokkanische Staatsfernsehen unter Berufung auf das Innenministerium in der Nacht auf Sonntag berichtete.

TpKe21LFQWSdU9_poster.jpg
0:35
Stärke 6.9:Hunderte Tote bei Erdbeben in Marokko

Die meisten Schäden seien ausserhalb der Städte entstanden, betroffene Gebiete konnten teils noch nicht erreicht werden. Bilder und Videos aus sozialen Netzwerken zeigen zerstörte Gebäude in Städten und auf den Strassen sitzende Menschen. Medienberichten zufolge wurden auch historische Wahrzeichen beschädigt.

Bist du in Marokko?

Bist du gerade in Marokko und vom Erdbeben betroffen? Melde dich bei uns und schicke uns dein Foto oder Video via WhatsApp oder Upload-Button in der Blick-App.

Blick belohnt dich bei Veröffentlichung mit 50 Franken.

w.jpg
RMS

Bist du gerade in Marokko und vom Erdbeben betroffen? Melde dich bei uns und schicke uns dein Foto oder Video via WhatsApp oder Upload-Button in der Blick-App.

Blick belohnt dich bei Veröffentlichung mit 50 Franken.

Die US-Erdbebenwarte USGS teilte mit, das Beben habe eine Stärke von 6,8 gehabt und sich in einer Tiefe von 18,5 Kilometern gut 70 Kilometer südwestlich von Marrakesch und 60 Kilometer nordöstlich der Stadt Taroudant ereignet. Das Epizentrum habe im Atlasgebirge gelegen. Das Geofon des Helmholtz-Zentrums Potsdam gab die Stärke des Bebens mit 6,9 an. Kurze Zeit später meldete die US-Behörde ein Nachbeben der Stärke 4,9.

Gebäude zerfielen zu Schutt

Laut Augenzeugenberichten löste das Erdbeben in Marrakesch, Agadir und anderen Städten bei Bewohnern Panik aus. Das Beben war auch in Rabat und Casablanca sowie in Portugal und Algerien zu spüren.

Foto: RMS

Marokkaner posteten Videos, auf denen zu Schutt zerfallene Gebäude und beschädigte Teile der berühmten roten Mauern zu sehen sind, die die Altstadt von Marrakesch umgeben – ein Unesco-Weltkulturerbe. Andere Videos zeigen schreiende Menschen, die Restaurants in der Stadt verliessen.

Nasser Jabour, Leiter einer Abteilung des Nationalen Instituts für Geophysik, sagte der marokkanischen Nachrichtenagentur MAP, es sei das erste Mal seit einem Jahrhundert, dass ein derart starkes Erdbeben in Marokko registriert worden sei.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

Keine Schweizer Opfer

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat sich auf Twitter zur Katastrophe geäussert: «Humanitäre Hilfe des EDA hat Krisenzelle aktiviert und prüft Hilfsangebot an Marokko. Bisher liegen keine Informationen über Schweizer Opfer vor. Abklärungen dazu sind im Gang.»

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

Bundeskanzler Olaf Scholz drückte sein Mitgefühl aus. «Das sind schlimme Nachrichten aus Marokko», erklärte der SPD-Politiker am Samstagmorgen auf X (früher Twitter). «In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei den Opfern des verheerenden Erdbebens. Unser Mitgefühl gilt allen Betroffenen dieser Naturkatastrophe.» Scholz hält sich derzeit für den G20-Gipfel in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi auf.

Die Europäische Union bot Marokko Hilfe an. «Die EU ist bereit, Marokko in diesen schwierigen Momenten zu unterstützen», schrieb EU-Ratspräsident Charles Michel über den Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter). Die Nachrichten aus dem Land seien schrecklich. Er sei in Gedanken bei allen, die von der Tragödie betroffen seien, und bei den Rettungskräften. Michel äusserte sich ebenfalls vom G20-Gipfel. (man/neo)

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen