Darum gehts
- Das Kehlsteinhaus oberhalb von Berchtesgaden brannte in der Nacht bis auf Grundmauern nieder
- Die Polizei vermutet Brandstiftung, ein Motorradfahrer wurde später von der Polizei festgenommen
- Das 1937/38 für Hitler erbaute Haus blieb 1945 unversehrt und wurde 1952 zu einem Restaurant
Ein historischer Ort ist verschwunden: Das Kehlsteinhaus, auch bekannt als «Teehaus» Adolf Hitlers (1889 bis 1945), ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Gegen 21 Uhr am Freitagabend schrillten die Sirenen: Das Gebäude hoch über Berchtesgaden stand lichterloh in Flammen.
«Bild» berichtet, dass die Polizei Brandstiftung vermutet. Auf dem Weg zum Ort des Geschehens kreuzten die Feuerwehrleute die Route eines Motorradfahrers, der den Ort verliess. Er konnte später von der Polizei festgenommen werden. Die Polizei kann noch nicht bestätigen, ob er mit dem Brand in Verbindung steht. Ihr zufolge soll es keine Verletzten geben. Das Gebäude war zum Zeitpunkt des Brandausbruchs offenbar nicht bewohnt.
Zwischen 1937 und 1938 gebaut, diente das Anwesen Hitler als Repräsentationsort. Dieser hatte Berchtesgaden zu seinem Zweitwohnsitz gemacht. Im April 1945 wurden mehrere Nazistätten von der britischen Royal Air Force zerstört, das Kehlsteinhaus blieb jedoch unversehrt. Es wurde bis 1949 von den Alliierten besetzt und 1952 in ein Restaurant umgewandelt.