Darum gehts
- Josef Fritzl (90) in Haft schwer gestürzt und gesundheitlich stark angeschlagen
- Fritzl leidet an schwerer Demenz, Anwältin fordert Platz in Altersheim
- 2025 Antrag auf bedingte Freilassung abgelehnt, lebenslange Haftstrafe bleibt
Der grausame Fall Fritzl ging um die ganze Welt. Der Familienvater Josef Fritzl (90) hielt seine Tochter über 24 Jahre im Keller seines Hauses im österreichischen Amstetten gefangen. 1984 sperrte er seine damals 18-jährige Tochter ein und vergewaltigte sie über Jahre tausendfach. Sieben Kinder zeugte er mit ihr, von denen eines verstarb.
Im März 2009 wurde Fritzl wegen Nötigung, Inzest, Freiheitsberaubung, Vergewaltigung und Mord durch Unterlassung zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Diese sitzt er in der Justizanstalt Stein ab. Wie «Heute» berichtet, soll es um den Zustand des Häftlings nun sehr schlecht stehen. Laut der Zeitung sei der 90-Jährige schwer gestürzt und befinde sich in einem besorgniserregenden Gesundheitszustand.
Vorzeitige Entlassung immer wieder ins Spiel gebracht
Fritzl ist schwer an Demenz erkrankt. Laut seiner Anwältin Astrid Wagner habe sich seine Verfassung nun dramatisch verschlechtert. «Er ist wirklich nicht gut beisammen», bestätigte sie gegenüber «Heute» kurz vor seinem 91. Geburtstag am 9. April.
Die Anwältin will nach eigenen Angaben bereits einen Platz für Fritzl in einem auf Demenzkranke spezialisierten Altersheim organisiert haben und weiter für seine Freilassung kämpfen. Seit 2021 gibt es schon rechtliche Auseinandersetzungen um eine mögliche vorzeitige Entlassung des Häftlings. Gemeinsam mit seiner Anwältin stellte Fritzl 2025 erneut einen Antrag auf bedingte Freilassung, der jedoch abgelehnt wurde.