Heli fliegt Gegengift ein
Kind in Deutschland von Kreuzotter gebissen

Ein Kind in Bayern wurde Ende Juni von einer Kreuzotter gebissen und schwebte in Gefahr. Ein Helikopter brachte das dringend benötigte Gegengift.
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Ein Kind in Bayern wurde von einer Giftschlange gebissen.
Foto: imago/imagebroker

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein Kind in Bayern wurde Ende Juni von Kreuzotter gebissen
  • Klinik hatte kein Gegengift, Helikopter flog es aus München ein
  • Schlangenbisse in Schweiz selten gefährlich, 2023: 8-jähriges Mädchen betroffen
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Janine EnderliRedaktorin News

Das war Rettung in letzter Minute. Ende Juni wurde ein Kind in Bayern von einer Kreuzotter gebissen. Mit dem Helikopter musste umgehend ein Gegengift eingeflogen werden. 

Wie es auf Facebook heisst, wurde das Kind nach dem Schlangenbiss ins Donauisar Klinikum Deggendorf eingeliefert. Doch in der Nacht verschlechterte sich der Zustand rapide. «Eine schwere Vergiftungsreaktion mit Kreislaufproblemen, niedrigem Blutdruck und einer starken Schwellung und Verhärtung des Beins machte eine schnelle Behandlung notwendig», schrieb die ADAC-Luftrettung auf dem sozialen Netzwerk.

Das Problem: Das Klinikum hatte das lebensrettende Gegengift nicht auf Lager.

Rettungsheli bringt Gegengift

Umgehend startete deswegen der Rettungshelikopter Christoph 1 in Richtung TUM-Klinikum München, wo das Antidot bereitlag. Zurück in Deggendorf wurde es dem Kind unverzüglich verabreicht. 

Wie BR24 berichtet, erholte sich das Kind rasch. 

Mädchen (8) 2023 in Balsthal SO gebissen

Auch in der Schweiz kam es schon zu ähnlichen Situationen. Im Juli 2023 wurde ein achtjähriges Mädchen in Balsthal SO von einer Schlange gebissen. Das Mädchen musste damals mit der Rega ins Spital transportiert werden – sie wies Vergiftungssymptome auf.

In der Schweiz existieren zwei giftige Schlangenarten: Aspisvipern und Kreuzottern. Die Kreuzotter gilt zusammen mit der Ringelnatter als bekannteste Schlangenart. Sie ist vor allem oberhalb der Waldgrenze in steinigen Gebieten zu Hause und kommt hauptsächlich im zentralen und östlichen Alpengebiet vor. 

Diese heimischen Giftschlangen gibt es

Die Aspisviper besiedelt ähnliche Lebensräume, ist aber vor allem im Jura, im westlichen Alpenraum, im Tessin und im Wallis beheimatet. Allerdings lebt die Aspisviper, im Gegensatz zur Kreuzotter, auch in tieferen Lagen. 

Gefährlich werden die Tiere nur in seltenen Fällen, erklärte Andreas Meyer von der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (Karch) damals. Das Risiko steige, wenn sie sich bedroht fühlen und nicht flüchten können. Reizt man eine Schlange oder kommt es zu einem ungewollten Kontakt, könne ein Unfall passieren. «Kommt es zu einem Biss, sollte die betroffene Person zügig ein Spital aufsuchen.»


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