Darum gehts
- Helen Haines wurde vor ihrem Wahlkreisbüro in Victoria mutmasslich gezielt angefahren worden
- Nach schweren Verletzungen mussten der 65-jährigen Politikerin beide Beine amputiert werden
- Der mutmassliche Täter wurde von Passanten überwältigt und stand am Mittwoch vor Gericht
Nach einem mutmasslichen Anschlag musste die australische Politikerin Helen Haines (65) ihre Beine amputieren lassen. Das bestätigt ihr Ehemann Phil Haines am Mittwoch an einer Pressekonferenz. Seine Frau sei am Montag offenbar mutwillig mit einem Auto vor ihrem Wahlkreisbüro in Wangaratta im Bundesstaat Victoria angefahren worden.
Zunächst hätten Chirurgen noch versucht, ihr rechtes Bein zu retten, jedoch vergeblich. Wie «The Guardian» berichtet, soll der Fahrer Haines Augenzeugen zufolge vorsätzlich angefahren und sie dann ein zweites Mal mit dem Wagen gerammt haben. Passanten hätten es schliesslich geschafft, den mutmasslichen Täter zu überwältigen. Dieser wurde festgenommen und musste sich am Mittwoch vor Gericht verantworten.
«Die gute Nachricht: Sie lebt»
«Die gute Nachricht ist, dass Helen lebt und in stabilem Zustand ist. Für unsere Familie ist das das Wichtigste», so Phil Haines bei der Pressekonferenz. «Das Wichtigste an Helen sind für uns ihr Herz und ihr Verstand.» Haines sei eine Kämpferin mit «dem schärfsten Intellekt». Phil und Helen Haines sind seit fast 40 Jahren verheiratet und haben gemeinsam drei Kinder und zwei Enkel.
Der mutmassliche Anschlag hat in Australien eine Debatte um die Sicherheitsvorkehrungen für Politikerinnen und Politikern ausgelöst. Haines ist unabhängige Abgeordnete im australischen Bundesparlament und vertritt dort seit 2019 den ländlichen Wahlkreis Indi im Bundesstaat Victoria.