Darum gehts
- Anak Krakatau spuckte 25 Stunden Lava und Asche.
- ESA-Bilder zeigen zwei neue Inseln; Lava als Ursache ist unklar.
- Wegen Flugausfällen strandeten 300'000 Menschen; 8 werden vermisst.
Anfang September wütete der Anak Krakatau. Der Vulkan, der sich auf einer kleinen Insel in Indonesien befindet, schleuderte Lava und Asche in die Luft. Mehrere Flüge in der Region mussten deswegen gestrichen werden.
Doch der Vulkanausbruch könnte noch viel weitreichendere Folgen gehabt haben. Wie die indonesische «Jakarta Post» berichtet, sind in der Nähe der Insel, auf der sich der Anak Krakatau befindet, plötzlich zwei neue Inseln aufgetaucht. Das zeigen Satellitenbilder der Europäischen Weltraumorganisation ESA.
Durch Ablagerung entstanden?
Es scheint naheliegend, dass der Vulkanausbruch die beiden Inseln geschaffen hat. Experten vermuten, dass Lava unterhalb des Wasserspiegels aus dem Vulkan trat und sich ablagerte. Dieser Prozess könnte sich immer weiter fortgesetzt haben, bis das Material aus dem Meer ragte.
Diese Theorie ist allerdings noch nicht bestätigt und weitere Nachforschungen sind Experten zufolge nötig, um einen Zusammenhang zwischen dem Vulkanausbruch und den neuen Inseln bestätigen zu können. Dazu kommt, dass die Inseln durch Erosion im Laufe der Zeit auch wieder verschwinden könnten.
Fünf Journalisten wohl ums Leben gekommen
Der Vulkanausbruch Anfang September dauerte mehr als 25 Stunden und führte dazu, dass rund 300'000 Menschen in der Region aufgrund der gestrichenen Flüge strandeten.
Fünf Journalisten und drei Seemänner dürften dem Naturphänomen zum Opfer gefallen sein. Das Boot, in dem sie in die Nähe der Vulkaninsel reisen wollten, verschwand rund um den Zeitpunkt des Ausbruchs. Seitdem fehlt von ihnen jede Spur.