Darum gehts
- Oberster US-Gerichtshof erlaubt Trump vorläufig Weiterbau des Ballsaals beim Weissen Haus
- National Trust for Historic Preservation klagte gegen das 400-Millionen-Dollar-Projekt
- Bau zu 65 Prozent fertig, täglich waren 250 Arbeiter im 20-Stunden-Einsatz
Die Arbeiten am neuen Ballsaal neben dem Weissen Haus dürfen vorerst fortgesetzt werden. Wie NBC berichtet, hat der Oberste Gerichtshof der USA am Freitag eine vorübergehende Entscheidung getroffen, die es Präsident Donald Trump (80) erlaubt, das Bauprojekt weiterzuführen. Damit wird ein Gerichtsbeschluss blockiert, der den Bau des überirdischen Teils des Projekts gestoppt hätte.
Die Entscheidung ist jedoch nur vorläufig, da die Richter noch über das weitere Vorgehen beraten müssen. Die National Trust for Historic Preservation hatte Klage gegen das Projekt eingereicht. Sie argumentieren, dass der Präsident keine Befugnis habe, den Bau zu genehmigen, und kritisieren das Design aus ästhetischen Gründen.
Bau bereits zu 65 Prozent abgeschlossen
Laut Gerichtsdokumenten der Regierung war der Bau des 400-Millionen-Dollar-Projekts, das privat finanziert wird, zum 14. August bereits zu 65 Prozent abgeschlossen. Rund 250 Arbeiter waren täglich 20 Stunden, sieben Tage die Woche im Einsatz. Der Plan umfasst neben dem Ballsaal auch eine umfangreiche unterirdische Anlage mit sicheren Räumen und medizinischen Einrichtungen, die laut Regierung für die Sicherheit unerlässlich sind.
Ein Bundesrichter hatte zuvor zugunsten der National Trust entschieden, dass der unterirdische Teil des Projekts fortgesetzt werden kann, der Bau des Ballsaals jedoch pausieren müsse, bis das Gerichtsverfahren abgeschlossen sei. Am 7. August bestätigte das Berufungsgericht des Bezirks Columbia diese Entscheidung und setzte eine Frist bis letzten Freitag, um die Arbeiten einzustellen, falls der Supreme Court nicht eingreife.