Darum gehts
- Polizeiboot kollidiert am Nachmittag mit Westminster Bridge in London
- Fünf verletzte Polizeibeamte, Zustand bislang unbekannt
- Unfallzeit: 15.40 Uhr Ortszeit, Abschnitt der Westminster Bridge gesperrt
Grosseinsatz im Londoner Zentrum: Wie mehrere britische Medien berichten, ist ein Abschnitt der Westminster Bridge mit Blick auf die Houses of Parliament am Freitagnachmittag abgesperrt worden. Grund dafür ist ein Unfall mit einem Polizeiboot auf der Themse nahe der Brücke. Wie die Zeitung «Independent» berichtet, kreisen derzeit ein Polizeihelikopter und ein Rettungshelikopter über dem Gebiet. Laut dem Sender BBC ist das Polizeiboot gegen 15.40 Uhr Ortszeit mit der Brücke kollidiert.
Rettungskräfte versorgen mehrere Verletzte auf einem Boot am Westminster Pier. BBC schreibt von fünf verletzten Polizeibeamten. Das Ausmass der Verletzungen wurde bislang noch nicht bestätigt. Die Metropolitan Police teilte mit, dass das Boot zur Wasserschutzpolizei gehöre und dass «mehrere Beamte ins Wasser gegangen seien, aber gerettet wurden». Das Polizeiboot habe nach Angaben der Polizei die Westminster Bridge «gerammt». Die Polizei geht davon aus, dass «keine Unbeteiligten in den Vorfall verwickelt oder verletzt wurden».
Bewaffnete Polizisten an Bord
Zahlreiche Polizeibeamte, Feuerwehrleute und Rettungswagen sind vor Ort, wodurch der Verkehr über die Brücke zum Erliegen gekommen ist. Wie «Metro» in Berufung auf Polizeiquellen berichtet, sei ein Boot mit bewaffneten Beamten an Bord in der Nähe der Brücke verunglückt. Der Unfallhergang wird derzeit noch untersucht.
Ein Sprecher der Londoner Hafenbehörde sagte zu «Independent»: «Wir unterstützen die Einsatzmassnahmen und leisten Hilfe, wo sie benötigt wird, und arbeiten eng mit der Metropolitan Police, der HM Coastguard und Partnerbehörden zusammen, um die Situation zu bewältigen.» Die Londoner Transportbehörde hat bestätigt, dass die Eingänge drei und vier der U-Bahn-Station Westminster geschlossen wurden.
«Es gab einen ohrenbetäubenden Knall»
Ein Augenzeuge berichtete der Zeitung «The Sun» , dass das Polizeiboot ein Rettungsboot mit etwa 40 Knoten begleitete, während es sich auf den Weg zu einer Person machte, die ins Wasser gefallen sei. «Das Polizeiboot schien auf einen Pfeiler zu seiner Linken zuzusteuern. Aber als er unter der Brücke hindurchfuhr, geriet er nach rechts und das Boot prallte gegen die rechte Seite der Brücke», schilderte der Zeuge.
«Es gab einen ohrenbetäubenden Knall – ich glaube, einer der Tanks auf dem Boot ist geplatzt», erzählte der Augenzeuge weiter. Er beobachtete, wie drei Beamte in den Fluss «geschleudert» wurden, während zwei weitere, die noch im Boot waren, «benommen» gewirkt hätten.