Die Kreisstadt Dingolfing in Niederbayern steht unter Schock. Am Freitagmittag gegen 12.30 Uhr erschien ein derzeit unbekannter Mann an der Haustür eines Ehepaares in der Schwedenschanze, läutete und eröffnete plötzlich das Feuer, heisst es in einer Medienmitteilung der bayerischen Polizei. Der Unbekannte schoss aus noch nicht näher geklärten Umständen mindestens einmal auf den Ehemann. Der 43-jährige Deutsche wurde dabei so schwer verletzt, dass er trotz Reanimationsmassnahmen noch vor Ort verstarb. Zur Betreuung der Angehörigen ist ein Kriseninterventionsteam vor Ort.
Der Angreifer flüchtete mit einem schwarzen Fahrzeug. Nach aktuellem Kenntnisstand könnte es sich dabei möglicherweise um einen BMW mit getönten Scheiben handeln, schreibt die Polizei weiter. Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmassnahmen zahlreicher Polizeikräfte mit Unterstützung eines Polizeihelikopters konnte der Flüchtende bislang nicht festgestellt werden. Die Polizei beschreibt den Täter wie folgt: Er sprach Hochdeutsch, trug eine dunkle Jacke mit Kapuze, hatte einen Oberlippenbart und ein eher rundliches Gesicht.
Flüchtiger Täter könnte noch bewaffnet sein
Die Polizei warnte die Bevölkerung zeitweise eindringlich, da nicht auszuschliessen war, dass der Täter nach wie vor bewaffnet ist. Die Bevölkerung wurde deshalb gebeten, bei verdächtigen Beobachtungen umgehend die Polizei zu verständigen und sich nicht in Gefahr zu begeben.
Am Abend gab die Polizei in einer weiteren Medienmitteilung bekannt, dass gegen 16 Uhr der grössere, nach aussen hin sichtbare Polizeieinsatz vor Ort beendet worden sei. Die Kriminalpolizei hat nun die Ermittlungen in dem Fall übernommen und setzt die intensiven Ermittlungen, auch am Tatort, weiter fort. Der Flüchtige konnte bislang nicht festgestellt werden. Um den Tatverdächtigen zu suchen, standen zeitweise bis zu 40 Streifen im Einsatz, darunter Diensthunde und Einsatzeinheiten der Zentralen Einsatzdienste, sowie ein Polizeihelikopter. Derzeit gibt es laut Polizei keine Hinweise auf eine Gefahr für die Allgemeinheit.
Ermittlungen zum Verdacht eines Tötungsdeliktes wurden noch vor Ort von der Kriminalpolizeiinspektion Landshut in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Landshut übernommen. Angaben zum genauen Tathergang oder gar einem Motiv können derzeit nicht gemacht werden. Die Ermittlungen dauern an. Gegenstand der Ermittlungen ist dabei insbesondere auch, ob und inwieweit eine Vorbeziehung zwischen dem Opfer und dem Täter bestand, heisst es in der Medienmitteilung der Polizei.