Darum gehts
- Polizeihund Dino (†5) stirbt bei Krawallen am Rande eines Fussballmatchs am Sonntag in Metz
- Anhänger beider Teams wollten sich prügeln, Polizei griff ein
- Dino war seit Dezember 2023 im Einsatz bei der Hundestaffel
Am Sonntagabend kam es beim Fussballmatch Metz – Lyon (2:5) zwischen Fans aus Lyon und Metz am Rande des Spiels zu Krawallen. Als die Polizei eine Menschenmenge auflösen wollte, starb Polizeihund Dino (†5) während der Auseinandersetzungen, teilt die Polizei am Montag auf der Plattform X mit.
Der Belgische Schäferhund (Malinois) war zur Absicherung eingesetzt worden. Wie David Ghisleri von der Polizeigewerkschaft Alliance gegenüber der Regionalzeitung «Le Républicain Lorrain» erklärt, warteten im Stadtteil Metz-Sablon, unweit des Stadions «200 Metz-Fans auf 200 Lyon-Fans, um sich zu prügeln». «Einige Leute brachten Sturmhauben und Eisenstangen mit», so der Gewerkschaftsleiter.
Dino sicherte die randalierende Menschenmenge ab
Um die randalierenden Anhänger unter Kontrolle zu bringen, war auch der fünfjährige Polizeihund Dino vor Ort. «Der Hund sicherte den Einsatz und neutralisierte mehrere Personen, als er einen Herzstillstand erlitt», sagt Luc Rohard, Abteilungsbeauftragter der Polizei Moselle, gegenüber «Le Républicain Lorrain».
Im Dezember 2023 wurde Dino in die Hundestaffel von Metz gebracht. «Hinter jeder Hundestaffel steht ein Zweierteam, eine starke Bindung zwischen einem Beamten und seinem Partner. Der Verlust eines Diensthundes ist eine schmerzhafte Erfahrung für ein ganzes Team», schreibt die Polizeigewerkschaft Alliance.
Viel Betroffenheit unter den Polizeigewerkschaften
Bis kurz vor seinem Tod soll Dino einen mutigen Einsatz geleistet haben: «Bis zu seinem letzten Atemzug agierte er wie ein Polizeihund und beschützte seine Kollegen», sagt Luc Rohard.
Unter den Polizeigewerkschaften stiess der Verlust von Dino auf viel Betroffenheit. Die Gewerkschaft Alliance hofft, dass «eine Gedenkfeier stattfinden wird, damit die Beamten ihre Anteilnahme bekunden können.»