Neue Details zu Liegestuhl-Streit in Griechenland – Beschuldigter (76) leugnet Attacke
«Es gab keinen Schlag»

Ein Streit um einen Liegestuhl endete in Griechenland tödlich. Am Vouliagmeni-Beach bei Athen brach ein 82-Jähriger nach einer Schlägerei mit einem 76-Jährigen zusammen und starb. Jetzt äussert sich der Anwalt des Beschuldigten.
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Der Strand Vougliameni im Süden Athens gilt als besonders beliebt bei Einheimischen und Touristen.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

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  • Am Vouliagmeni-Strand bei Athen starb ein 82-Jähriger nach Streit am Sonntag
  • Konflikt um kostenlosen Liegestuhl eskalierte, 76-Jähriger wurde vorläufig festgenommen
  • Todesursache unklar

An einem griechischen Strand ist die Lage völlig eskaliert: Am Vouliagmeni-Beach bei Athen prügelten sich zwei Senioren (72, †82) am Sonntag um einen Liegestuhl. Plötzlich sackte der 82-Jährige zu Boden. Er starb noch vor Ort.

Die vorherige Auseinandersetzung brach gegen 9 Uhr aus. Der 82-Jährige machte es sich mit seiner Frau auf einem der Plätze gemütlich. Dann trafen der 76-Jährige und seine Begleitung (21) ein. Sie hatten offenbar einen Behindertenausweis dabei.

«Wir hörten Schreie»

Die Plätze am betreffenden Strand sind kostenlos, jedoch gilt das Prinzip First come, first served. Der Konflikt schaukelte sich immer weiter hoch und die beiden Männer wurden handgreiflich. Mitten im Trubel brach der 82-Jährige plötzlich zusammen.

Umgehend eilten Rettungskräfte herbei und versuchten, den Mann zu retten. Ohne Erfolg. Er verstarb im Spital. «Wir hörten Schreie, rannten hin, um zu sehen, was los war, und sahen eine Schlägerei», beschreiben Augenzeugen gegenüber dem Nachrichtenportal Protothema die Szene.

Rentner ohrfeigt 21-Jährige – dann eskaliert die Situation

Weitere Augenzeugen beschrieben gegenüber dem Sender ERT, dass der 82-Jährige die junge Begleiterin des 76-Jährigen geohrfeigt habe, woraufhin die Situation aus dem Ruder lief. Der Beschuldigte soll den älteren Kontrahenten anschliessend weggestossen haben, woraufhin dieser zusammengebrochen sei.

Die Todesursache wird nun ermittelt. Der 76-Jährige sowie seine Begleitung wurden vorläufig festgenommen.

Anwalt weist Vorwürfe zurück

Am Montag äusserte sich der Anwalt des Hauptbeschuldigten zum angeblichen Gewaltvorfall gegenüber der griechischen Zeitung «Ethnos». «Er wird sich verantworten müssen. Er leugnet alles. Es war ein unglücklicher Moment», so der Jurist. Es wurde ein Strafverfahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge eingeleitet.

Sein Mandat habe das Todesopfer «überhaupt nicht geschlagen». Es habe lediglich eine verbale Auseinandersetzung gegeben. «Es gab aber keinen Schlag.» Alles wartet jetzt auf die Ergebnisse der gerichtsmedizinischen Untersuchung.

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