Darum gehts
- Ein Beben der Stärke 7,8 erschütterte am Montag Mindanao, Philippinen
- Tsunami-Warnung für westlichen Pazifik, Evakuierungen in mehreren Regionen angeordnet
- Beben in 63 km Tiefe, mehrere Küsten könnten in Stunden betroffen sein
Ein starkes Seebeben der Stärke 7,8 hat am Montagmorgen Ortszeit die Region vor Mindanao im Süden der Philippinen erschüttert – und sofort eine Tsunami-Warnung für grosse Teile des westlichen Pazifiks ausgelöst. US-Tsunami-Warnsystem warnt vor meterhohen Wellen.
Ein Erdbeben dieser Stärke gilt als extrem stark. Erst war eine Magnitude von 8,2 gemeldet worden, aber auch die korrigierte Stärke wird als «grosses» Erdbeben eingestuft, das enorme Energiemengen freisetzen und katastrophale Schäden und weitreichende, gefährliche Tsunamiwellen verursachen kann. Das Beben vor Japans Fukushima im März 2011 hatte Stärke 9 auf der Richterskala erreicht und mit bis zu 40 Meter hohen Tsunami-Wellen Kernschmelzen und grosse Zerstörungen ausgelöst.
Auf Mindanao sind mehrere Gebäude eingestürzt. Über mögliche Opfer liegen noch keine Angaben vor.
Warnung auch für US-Westküste
Nach Angaben des Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) ereignete sich das Beben vor den Philippinen in rund 63 Kilometern Tiefe. Aufgrund der Stärke und Lage rechnen Experten mit einem potenziell gefährlichen Tsunami, der innerhalb weniger Stunden mehrere Küstenregionen erreichen könnten. Besonders betroffen sind die Philippinen, Indonesiens Sulawesi und Molukken, Palau, Papua-Neuguinea sowie Taiwan.
In Davao City auf den Philippinen wurden der Regierungsbetrieb und der Unterricht eingestellt. Auch für Japan wurde eine Tsunamiwarnung herausgegeben. An mehreren Flughäfen in Mindanao, darunter Davao, General Santos und Zamboanga, kam es zu Flugausfällen.
Der US-amerikanische Wetterdienst gab eine Tsunamiwarnung für Guam, die Nördlichen Marianen sowie Hawaii heraus. Auch für die Westküste der USA wurde eine mögliche Tsunamigefahr erkannt.
Evakuierungen
Südostasiatische Behörden im Gefahrenbereich wurden angewiesen, Küstengebiete zu evakuieren und die Bevölkerung zu warnen. Wichtig: Bei Tsunamis ist oft nicht die erste Welle die stärkste – die Gefahr kann über viele Stunden anhalten.
Noch ist unklar, wie hoch die Wellen tatsächlich ausfallen werden. Die Lage gilt als dynamisch.
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