Darum gehts
- Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert Chocó, Kolumbien, Epizentrum bei San José del Palmar
- Mehrere Menschen verletzt, einige in Gebäuden eingeschlossen, Schäden an Gebäuden
- Erdbebentiefe 82 Kilometer, Präsident leitet Notfallmassnahmen und reist ins Gebiet
Am Montagmorgen (Ortszeit) erschütterte ein starkes Erdbeben Kolumbien: Laut einem vorläufigen Bericht des kolumbianischen geologischen Dienstes (SGC) hatte das Beben eine Stärke von 7,4. Das Europäisch-Mediterrane Seismologische Zentrum (EMSC) gab die Stärke zunächst mit 7,2 an. Mindestens 20 Menschen starben.
Das Epizentrum lag laut ersten Meldungen in San José del Palmar, Chocó , in einer Tiefe von 82 Kilometern. Das Beben war in verschiedenen Regionen des Landes spürbar und führte zu Meldungen von Bürgern aus verschiedenen Gebieten.
Verletzte und eingeschlossene Menschen
Die Gouverneurin von Chocó, Nubia Carolina Córdoba-Curi, bestätigte, dass das Departement die ersten Auswirkungen des starken Erdbebens zu spüren bekommt: «Wir haben soeben ein schweres seismisches Ereignis im Departement Chocó erlebt. Wir sind besorgt über die Nachbeben», erklärte die Gouverneurin.
In den sozialen Medien kursieren erste Videos, die zeigen, wie ganze Gebäude einstürzen. Der Bürgermeister von Pereira im Westen des Landes gab bekannt, dass 18 Menschen ums Leben gekommen seien. Viele weitere werden vermisst. Das Gebiet Pereira soll am schwersten von dem Erdbeben getroffen worden sein. Insgesamt liegt die Anzahl der Toten mittlerweile bei über 20.
Der kolumbianische Präsident Abelardo de la Espiriella hat Notfallmassnahmen eingeleitet, dessen Kommando er selbst übernommen hat. Er möchte selbst ins Krisengebiet reisen und sich einen Überblick vor Ort verschaffen.