Darum gehts
- Ein Linienbus stürzte in Juvisy-sur-Orge in die Seine
- Die Fahrerin (25) verwechselte Pedale und trat stark aufs Gas
- Bus wurde nach 7 Stunden geborgen, niemand wurde verletzt
Es ist ein kurioses Bild, das sich am Donnerstag in der Pariser Seine ergab. Was nach einem hellgrünen Algenteppich aussieht, ist in der Tat ein Linienbus, der im Fluss schwamm.
So war eine junge Auszubildende (25) am Morgen in Juvisy-sur-Orge, einem Vorort der französischen Hauptstadt, auf einer Erkundungsfahrt, um eine neue Strecke besser kennenzulernen. Mit im Bus sassen zum Unfallzeitpunkt neben ihrem Ausbildner auch zwei Fahrgäste, wie «Le Parisien» berichtet.
«Sehr stark» aufs Gas getreten
Nur kurz nach der Abfahrt stürzte die junge Frau nach einer Kurve samt Bus und Begleiter dann in die Seine. Auch ein geparktes Auto, in dem sich glücklicherweise niemand befand, wurde mitgerissen und ging baden.
Während einer Aussage auf einer lokalen Polizeiwache erklärte sie: «Ich bin in Panik geraten und habe die Pedale verwechselt». Wie «Le Parisien» schreibt, soll die Frau abgelenkt gewesen sein und habe daraufhin «sehr stark» aufs Pedal getreten – nur eben aufs Gas anstelle der Bremse.
«Konnte nicht schwimmen»
Im Wasser soll sie sich dann an den Ausbildner geklammert haben. «Da sie nicht schwimmen konnte, soll sie sich an den Körper ihres Prüfers geklammert haben und hätte beinahe beide auf den Grund gezogen.»
Laut der Zeitung sei die Polizei vor Ort von dem Unfall so überrascht gewesen, dass man zuerst von einem Selbstmordversuch ausging. Dies war jedoch nicht der Fall. Wie durch ein Wunder wurde auch niemand der Insassen verletzt.
Der Bus konnte dank eines Grossaufgebots am frühen Abend aus dem Fluss gehoben werden – rund sieben Stunden nach dem Unfall. Die Ermittlungen dauern noch an.