Grenzübergang wird von Schlammlawine überrollt
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Menschen flüchten in Panik:Grenzübergang wird von Schlammlawine überrollt

Ganze Dörfer bei Sturzflut in Nepal weggeschwemmt – viele Tote und Vermisste
Von 400 Touristen auf Pilgerreise fehlt jede Spur

Heftige Sturzfluten und Schlammlawinen haben in Nepal mindestens 22 Todesopfer gefordert. Ganze Dörfer wurden weggeschwemmt. Zahlreiche Menschen werden vermisst. Auch im benachbarten Tibet gab es schwere Schäden.
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In Nepal haben eine verheerende Sturzflut und Schlammlawinen mehrere Todesopfer gefordert.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mindestens 22 Tote durch Sturzfluten in Nepals Rasuwa-Region nahe Tibet
  • 41 Sicherheitskräfte und 14 Zollbeamte vermisst, Ursache noch unklar
  • Frühere Flut am 15. Juni 2025 tötete neun Menschen
13:47 Uhr

Bist du in Nepal und von den Überschwemmungen betroffen?

Nahe eines beliebten Wandergebietes in der nepalesischen Region Rasuwa ist es zu verheerenden Überschwemmungen gekommen. Bist du derzeit selbst in Nepal oder im betroffenen Gebiet? Melde dich bei uns schriftlich oder telefonisch per ​Whatsapp auf die Nummer 079 813 8041​ oder via Mail an ​redaktion@blick.ch​. 

vor 29 Minuten

Hunderte Pilger von Aussenwelt abgeschnitten

Bei den fast 400 vermissten Reisenden handelt es sich um Pilgerer, die sich auf den Weg zum Kailash gemacht hatten. Das «kostbare Schneejuwel», wie der 6638 Meter hohe Berg im Transhimalaya genannt wird, gilt als der heiligste Berg der Welt.

Das Besteigen des Gipfels ist aus Respekt und seiner tiefen religiösen Bedeutung streng verboten. Jedes Jahr aber umrunden tausende Gläubige den Berg zu Fuss auf einem etwa 52 Kilometer langen Pilgerweg. Sie hoffen spirituelles Glück und Erleuchtung zu erlangen.

Der Kailash gilt als heiligster Berg der Welt.
Foto: Getty Images

Der Reiseveranstalters Touch Kailash Travels & Tours, sagt, dass 390 Pilger, darunter 93 Nepalesen, am Mittwoch die Grenze überqueren sollten. Diese sind nun komplett von der Aussenwelt abgeschnitten. Seit 15 Uhr Ortszeit habe man keinen Kontakt mehr zu ihnen herstellen können.

vor 39 Minuten

Klimaforscher vermuten Eislawine aus Auslöser

Die Flutkatastrophe beschäftigt auch Menschen aus der Wissenschaft. Der Klimaforscher Rijan Bhakta Kayastha von der Kathmandu University erkärte gegenüber der «Kathmandu Post», dass vermutlich eine Eislawine den Fluss Lhende blockiert und so die plötzliche Überschwemmung des Bhotekoshi-Flusses in Nepal ausgelöste.

Laut einer Einschätzung, die auf Gesprächen mit Experten aus Nepal und China basiert, staute sich das Wasser im Lhende, bis es flussabwärts ausbrach. «Es gibt Informationen, dass eine Eislawine von der nepalesischen Seite den Lhende-Fluss blockiert hat», so Kayastha. 

Zeitgleich ereignete sich auf tibetischer Seite ein Erdbeben der Stärke 4,4, wie der US Geological Survey meldet. Die Möglichkeit eines Gletscherseeausbruchs wird geprüft, da ähnliche Vorfälle bereits am 8. Juli 2025 in der Region Rasuwa gemeldet wurden. «In diesem Gebiet gibt es grosse Gletscherseen», sagte Kayastha. Regenfälle sind als Ursache ausgeschlossen, heisst es.

Die Folgen der Flutwelle sind verheerend, wie aktuelle Bilder aus Nepal zeigen.

Video zeigt Wucht der Sturzflut in Nepal
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Mindestens 22 Tote:Video zeigt Wucht der Sturzflut in Nepal
14:16 Uhr

Schlammlawinen mit verheerendem Ausmass

Ganze Dörfer wurden durch die Schlammlawinen zerstört oder weggeschwemmt. Unzählige Menschen wurden von den Erdrutschen und Sturzfluten erfasst. Zahlreiche sind noch weiterhin vermisst. 

Foto: AFP

Verzweifelt befreien Retter Verschüttete aus den Schlammfluten. Bagger sind im Einsatz. Helikopter können aufgrund des hohen Wasserstandes an vielen betroffenen Stellen gar nicht landen. 

Foto: keystone-sda.ch
14:06 Uhr

Hier liegt das betroffene Gebiet in Nepal

Überschwemmungen und Schlammlawinen betreffen die Region Rasuwa in Nepal. Entlang des Flusses Bhotekoshi erstreckt sich hier auch ein beliebtes Wandergebiet. 

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13:53 Uhr

EDA meldet bislang keine Schweizer Opfer

Unter den zahlreichen Vermissten sind laut dem nepalesischen Tourismusverband auch 291 ausländische Touristen. 

Auf Blick-Anfrage erklärt das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), dass bislang keine Informationen über Schweizer Opfer vorliegen. Entsprechende Abklärungen seien hierzu im Gang. EDA-Mediensprecher Jonas Montani betont: «Schweizerische Staatsangehörige vor Ort sind gehalten, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen.»

Die Schweizer Vertretung in Kathmandu stehe in Kontakt mit den zuständigen Behörden vor Ort.

13:38 Uhr

Verheerende Sturzfluten nahe der Grenze zu Tibet

In der nepalesischen Region Rasuwa nahe der Grenze zu Tibet, haben Sturzfluten und Schlammlawinen verheerende Schäden angerichtet. Mindestens 22 Menschen sind bereits verstorben, zahlreiche Menschen werden vermisst. Ganze Dörfer wurden von den Schlammfluten weggeschwemmt, grosse Teile der Infrastruktur wurden zerstört. 

Der Fluss Bhotekoshi trat aufgrund von Überschwemmungen über seine Ufer hinaus. Die Ursache für die Sturzflut ist noch unklar. 32 Sicherheitskräfte und 15 Mitarbeiter des Zollamts Rasuwa werden vermisst, wie «Nepal News» berichtet. Weiter berichtet das Nachrichtenportal «Nepal Views» von mindestens 384 vermissten Touristen und Wanderern. Nach Angaben des nepalesischen Tourismusverbandes sind darunter 291 ausländische Staatsangehörige und 93 nepalesische Staatsbürger.

Auch auf der tibetischen Seite meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua «schwere Verluste» in Gyirong, einer grenznahen Region. Dort verursachte ein Murgang den Abbruch der Verkehrsverbindung sowie Störungen bei Strom- und Kommunikationsleitungen. Chinas Präsident Xi Jinping forderte «alle Anstrengungen», um Vermisste zu finden, und rief zu verstärkter Überwachung und Frühwarnsystemen auf, um weitere Katastrophen zu vermeiden. 

Ende des Livetickers

Eine verheerende Sturzflut hat in Nepal bislang mindestens 22 Todesopfer gefordert und massive Schäden an Strassen, Brücken und Wasserkraftwerken verursacht. Das Unglück ereignete sich in der Region Rasuwa nahe der Grenze zu Tibet, wie Behörden am Mittwoch mitteilten. Der Fluss Bhotekoshi trat aufgrund der Überschwemmungen über seine Ufer hinaus. Die heftigen Sturzfluten und Schlammlawinen zerstörten Dörfer und Infrastruktur entlang des Flusses. Laut dem Distriktverwalter Narendra Pariyar ist mit weiteren Opfern und grossen Sachschäden zu rechnen, wie er gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte.

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32 Sicherheitskräfte und 15 Mitarbeiter des Zollamts Rasuwa werden vermisst, wie Nepal News berichtet. Weiter berichtet das Nachrichtenportal Nepal Views von mindestens 384 vermissten Touristen und Wanderern. Nach Angaben des nepalesischen Tourismusverbandes sind darunter 291 ausländische Staatsangehörige und 93 nepalesische Staatsbürger.

Auch auf der tibetischen Seite meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua «schwere Verluste» in Gyirong, einer grenznahen Region. Dort verursachte ein Murgang den Abbruch der Verkehrsverbindung sowie Störungen bei Strom- und Kommunikationsleitungen. Chinas Präsident Xi Jinping forderte «alle Anstrengungen», um Vermisste zu finden, und rief zu verstärkter Überwachung und Frühwarnsystemen auf, um weitere Katastrophen zu vermeiden.

Sturzflut reisst Brücke und zahlreiche Gebäude mit sich
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Flutwelle rast auf Dorf zu:Brücke und zahlreiche Gebäude werden mitgerissen

Helikopter können wegen der Überschwemmungen nicht landen

Die Rettungsarbeiten in Nepal werden durch die hohen Wasserstände erschwert, da Helikopter in den überfluteten Gebieten Syapru Besi und Timure nicht landen können. «Es kam ganz plötzlich», berichtete ein Augenzeuge der Plattform Onlinekhabar. «Wir hörten ein lautes Geräusch, wie bei einem Vulkanausbruch. Die Leute schrien und rannten davon.» Die Ursache der Flut ist derzeit noch unklar. Ein ähnliches Unglück ereignete sich jedoch am 15. Juni 2025, als ein Gletschersee am Bhote-Koshi-Fluss abfloss und neun Menschen in den Tod riss. Als Auslöser wurde damals ein Gletscherschwund identifiziert.

Der nepalesische Premierminister Balendra Shah hat umgehend Einsatzkräfte der Polizei und des Militärs mobilisiert. «Die Menschen in tiefer gelegenen Gebieten wurden angewiesen, sich in sicherere Regionen zu begeben», sagte er. «Alle, die in Flussnähe leben, sollen besonders vorsichtig sein und wachsam bleiben.» Der Bhote-Koshi-Fluss entspringt in Tibet, fliesst in den Trishuli-Fluss Nepals und mündet schliesslich in Indien als Gandak-Fluss.

Innenminister Sudhan Gurung erklärte gegenüber mehreren Medienvertretern vor Ort, die Priorität der Regierung liege darin, Menschenleben zu retten und die Bürger in Sicherheit zu bringen. Er riet den gestrandeten Menschen, an einem sicheren Ort ein Feuer zu entzünden und mit Rauchzeichen die Aufmerksamkeit der Rettungskräfte zu erregen.

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