Darum gehts
- Mindestens 17 Tote durch Sturzfluten in Nepals Rasuwa-Region nahe Tibet
- 41 Sicherheitskräfte und 14 Zollbeamte vermisst, Ursache noch unklar
- Frühere Flut am 15. Juni 2025 tötete neun Menschen
Bist du in Nepal und von den Überschwemmungen betroffen?
Nahe eines beliebten Wandergebietes in der nepalesischen Region Rasuwa ist es zu verheerenden Überschwemmungen gekommen. Bist du derzeit selbst in Nepal oder im betroffenen Gebiet? Melde dich bei uns schriftlich oder telefonisch per Whatsapp auf die Nummer 079 813 8041 oder via Mail an redaktion@blick.ch.
EDA meldet bislang keine Schweizer Opfer
Unter den zahlreichen Vermissten sind laut dem nepalesischen Tourismusverband auch 291 ausländische Touristen.
Auf Blick-Anfrage erklärt das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), dass bislang keine Informationen über Schweizer Opfer vorliegen. Entsprechende Abklärungen seien hierzu im Gang. EDA-Mediensprecher Jonas Montani betont: «Schweizerische Staatsangehörige vor Ort sind gehalten, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen.»
Die Schweizer Vertretung in Kathmandu stehe in Kontakt mit den zuständigen Behörden vor Ort.
Verheerende Sturzfluten nahe der Grenze zu Tibet
In der nepalesischen Region Rasuwa nahe der Grenze zu Tibet, haben Sturzfluten und Schlammlawinen verheerende Schäden angerichtet. Mindestens 17 Menschen sind bereits verstorben, zahlreiche Menschen werden vermisst. Ganze Dörfer wurden von den Schlammfluten weggeschwemmt, grosse Teile der Infrastruktur wurden zerstört.
Der Fluss Bhotekoshi trat aufgrund von Überschwemmungen über seine Ufer hinaus. Die Ursache für die Sturzflut ist noch unklar. 41 Sicherheitskräfte und 14 Mitarbeiter des Zollamts Rasuwa werden vermisst, wie «Nepal News» berichtet. Weiter berichtet das Nachrichtenportal «Nepal Views» von mindestens 384 vermissten Touristen und Wanderern. Nach Angaben des nepalesischen Tourismusverbandes sind darunter 291 ausländische Staatsangehörige und 93 nepalesische Staatsbürger.
Auch auf der tibetischen Seite meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua «schwere Verluste» in Gyirong, einer grenznahen Region. Dort verursachte ein Murgang den Abbruch der Verkehrsverbindung sowie Störungen bei Strom- und Kommunikationsleitungen. Chinas Präsident Xi Jinping forderte «alle Anstrengungen», um Vermisste zu finden, und rief zu verstärkter Überwachung und Frühwarnsystemen auf, um weitere Katastrophen zu vermeiden.
Eine verheerende Sturzflut hat in Nepal bislang mindestens 17 Todesopfer gefordert und massive Schäden an Strassen, Brücken und Wasserkraftwerken verursacht. Das Unglück ereignete sich in der Region Rasuwa nahe der Grenze zu Tibet, wie Behörden am Mittwoch mitteilten. Der Fluss Bhotekoshi trat aufgrund der Überschwemmungen über seine Ufer hinaus. Die heftigen Sturzfluten und Schlammlawinen zerstörten Dörfer und Infrastruktur entlang des Flusses. Laut dem Distriktverwalter Narendra Pariyar ist mit weiteren Opfern und grossen Sachschäden zu rechnen, wie er gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte.
41 Sicherheitskräfte und 14 Mitarbeiter des Zollamts Rasuwa werden vermisst, wie «Nepal News» berichtet. Weiter berichtet das Nachrichtenportal «Nepal Views» von mindestens 384 vermissten Touristen und Wanderern. Nach Angaben des nepalesischen Tourismusverbandes sind darunter 291 ausländische Staatsangehörige und 93 nepalesische Staatsbürger.
Auch auf der tibetischen Seite meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua «schwere Verluste» in Gyirong, einer grenznahen Region. Dort verursachte ein Murgang den Abbruch der Verkehrsverbindung sowie Störungen bei Strom- und Kommunikationsleitungen. Chinas Präsident Xi Jinping forderte «alle Anstrengungen», um Vermisste zu finden, und rief zu verstärkter Überwachung und Frühwarnsystemen auf, um weitere Katastrophen zu vermeiden.
Helikopter können wegen der Überschwemmungen nicht landen
Die Rettungsarbeiten in Nepal werden durch die hohen Wasserstände erschwert, da Helikopter in den überfluteten Gebieten Syapru Besi und Timure nicht landen können. «Es kam ganz plötzlich», berichtete ein Augenzeuge der Plattform Onlinekhabar. «Wir hörten ein lautes Geräusch, wie bei einem Vulkanausbruch. Die Leute schrien und rannten davon.» Die Ursache der Flut ist derzeit noch unklar. Ein ähnliches Unglück ereignete sich jedoch am 15. Juni 2025, als ein Gletschersee am Bhote-Koshi-Fluss abfloss und neun Menschen in den Tod riss. Als Auslöser wurde damals ein Gletscherschwund identifiziert.
Der nepalesische Premierminister Balendra Shah hat umgehend Einsatzkräfte der Polizei und des Militärs mobilisiert. «Die Menschen in tiefer gelegenen Gebieten wurden angewiesen, sich in sicherere Regionen zu begeben», sagte er. «Alle, die in Flussnähe leben, sollen besonders vorsichtig sein und wachsam bleiben.» Der Bhote-Koshi-Fluss entspringt in Tibet, fliesst in den Trishuli-Fluss Nepals und mündet schliesslich in Indien als Gandak-Fluss.
Innenminister Sudhan Gurung erklärte gegenüber mehreren Medienvertretern vor Ort, die Priorität der Regierung liege darin, Menschenleben zu retten und die Bürger in Sicherheit zu bringen. Er riet den gestrandeten Menschen, an einem sicheren Ort ein Feuer zu entzünden und mit Rauchzeichen die Aufmerksamkeit der Rettungskräfte zu erregen.