Droht in Russland nun ein Pest-Ausbruch? In der Region Irkutsk in Ostsibirien ist eine 28-jährige Frau nach Angaben des Gouverneurs der Region Burjatien, Alexei Zydenow, an den Folgen einer Pesterkrankung gestorben. Lokale Medien berichten, es handele sich bei der Toten um die 28-jährige Labortechnikerin Daria T.* Den Medienberichten nach starb sie in einem Spital in der Stadt Schelechow.
Wie das Onlinemedium «Menschen vom Baikal» und weitere lokale Medien berichten, hat die Frau für das Institut zur Pestbekämpfung von Irkutsk gearbeitet. Eine Woche vor ihrem Tod soll demnach ein Reagenzglas mit dem Erreger der Lungenpest zerbrochen sein, heisst es weiter in dem Bericht des Onlinemediums. Bestätigt ist dies von behördlicher Seite und auch von Seiten des Instituts jedoch nicht.
Rund 200 Personen unter Quarantäne gestellt
Medienberichten zufolge wurde die Russin am 29. September in das Spital in Schelechow eingeliefert. In der Nacht auf Freitag sei sie gestorben. Zuvor sei die junge Frau noch künstlich beatmet worden.
Umgehend seien Schutzmassnahmen ergriffen worden, wie die Zeitung «Iswestija» berichtet. Der komplette stationäre Bereich des Spitals wurde unter Quarantäne gestellt. 197 Personen wurden identifiziert, die Kontakt zu der Verstorbenen hatten. Diese Kontaktpersonen wurden isoliert oder zur Beobachtung in andere medizinische Einrichtungen gebracht. Laut Irkutsks Gouverneur Igor Kobzev wurden bei ihnen jedoch bislang keine Symptome festgestellt.
Die Pest ist eine Infektionskrankheit, welche durch Bakterien ausgelöst wird. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Lungenpest hochansteckend und kann bei fehlender Behandlung tödlich verlaufen.
*Name bekannt