Darum gehts
- Trump testet Loyalität der Nato-Staaten mit Fragebogen zu Sicherheitspolitik
- Staaten sollen Nachweise zu Ausgabenzielen und Unterstützung vorlegen
- Die Aktion dauert sechs Monate laut «Bloomberg»
US-Präsident Donald Trump und sein Kriegsminister Pete Hegseth (46) haben eine klare Vorstellung, wie die Nato in Zukunft aussehen soll. Das Stichwort von US-Seite lautet: «Echte, kompromisslose Militärallianz». Es ist nicht ausgeschlossen, dass Washington seine militärischen Ressourcen in Europa zurückschraubt.
Jetzt sollen die USA einen Fragenkatalog an ihre Nato‑Verbündeten geschickt haben – mit dem sie deren Haltung zur Sicherheitspolitik der USA testen wollen. Zuerst berichtete «Bloomberg» über die Aktion.
Treue wird abgefragt
Aus den Reaktionen scheint die US-Administration für sich die Antwort ziehen zu wollen, wie gross die Loyalität der Staaten zu Trumps Politik wirklich ist.
Eine Beispielfrage lautet: «Hat sich das Land «öffentlich unterstützend» zur US-Aussenpolitik geäussert?» oder «Hat ein Land erlaubt, dass das US-Militär seine Stützpunkte nutzen darf?». Zudem sollen die Staaten Nachweise vorlegen, ob sie die erhöhten Ausgabenziele erreichen.
Gibt es eine komplett neue Dynamik?
Bei den Nato-Staaten haben diese Fragen nicht gerade für Begeisterung gesorgt. Insider berichten, dass die Staaten glauben, Trump und die USA wollen sie «ideologisch auf Linie» bringen.
Knüpfen die USA Sicherheiten an Treuebekenntnisse, würde das die Dynamik im Nato-Gefüge entscheidend ändern. Bis anhin hatte das Bündnis vor allem auf militärischen Zusagen beruht – unabhängig von der politischen Position.
Trumps Loyalitätstest soll insgesamt sechs Monate dauern, schreibt «Bloomberg» weiter.