Darum gehts
- Waldbrand in Stourbridge zerstört mehrere Wohnhäuser, mehrere Personen verletzt
- Feuerwehr kämpfte mit 12 Löschfahrzeugen, Wasser zeitweise ausgegangen
- 38,1 Grad in Kew Gardens: fünftheissester Tag seit Aufzeichnungen
Die englische Gemeinde Stourbridge, rund 24 Kilometer westlich von Birmingham, wurde am Donnerstag evakuiert. Gegen 13.30 Uhr wurde die Feuerwehr wegen eines Waldbrandes alarmiert, der in der Nähe des örtlichen Golfplatzes ausgebrochen war und sich rasant verbreitete. Mindestens sechs Wohnhäuser wurden durch die Flammen bereits vernichtet, wie «Sky News» berichtet.
Drei verletzte Feuerwehrleute und ein Kind wurden aufgrund des Brandes ins Spital gebracht, sechs weitere Personen wurden wegen Rauchvergiftung behandelt.
Lokalpolitiker nennt Brand «apokalyptisch»
Rund 60 Feuerwehrleute und 12 Löschfahrzeuge sind im Einsatz, um den Brand zu bekämpfen. Ein Anwohner berichtete «Sky News», dass sich die Anwohner jedoch zeitweise auch selbst zusammengetan hätten, um die Flammen in Norton Covert, einem nahegelegenen Waldstück, zurückzudrängen, nachdem dem Feuerwehrauto das Wasser ausgegangen war.
Der Bürgermeister von West Midlands, Richard Parker, bezeichnete die Situation als «äusserst besorgniserregend und sich rasant entwickelnd». Der Brand in Stourbridge sei «apokalyptisch», sagte der Lokalpolitiker Andrew Tromans gegenüber «Sky News».
England erlebte am Donnerstag den vorläufig heissesten Tag des Jahres. Das Thermometer kletterte bis über 38 Grad. In Kew Gardens im Westen Londons wurde mit 38,1 Grad ein neuer Temperaturrekord für dieses Jahr aufgestellt. Laut dem britischen Wetterdienst Met Office handelt es sich dabei auch um den fünftheissesten Tag seit Beginn der Aufzeichnungen.