Darum gehts
- Gyrokopter kollidiert am Mittwoch in Italien mit Seilbahnkabeln, zwei Tote
- Opfer: 62-jähriger Ingenieur und 63-jährige Frau aus Lombardei
- Rettungskräfte und Helikopter schnell vor Ort, Bruder des Piloten anwesend
Tragischer Gyrokopter-Absturz nahe der Schweizer Grenze in Italien. Das Fluggerät kollidierte am Mittwoch über dem Campliccioli-Stausee mit den Kabeln einer Seilbahn. Mit einem lauten Knall fing die Maschine Feuer und stürzte am Fuss der Staumauer ab.
Beide Insassen des Gyrokopters starben bei dem Unfall. Laut «La Stampa» handelt es sich bei den Verstorbenen um einen 62-jährigen Ingenieur aus der italienischen Provinz Lombardei und eine 63-jährige Frau. Sie waren am Mittwochmorgen mit der Maschine von einem Flugplatz im Ossolatal aus gestartet.
Mehrere Rettungskräfte waren am Mittwoch in der Region im Einsatz, unter anderem Beamte der Polizei und der Feuerwehr. Mehrere Rettungshelikopter wurden ebenfalls aufgeboten. Kurz nach dem Unglück traf auch der Bruder des Piloten, der zugleich der Lebensgefährte der Frau ist, am Unglücksort ein. Die Ermittlungen wurden aufgenommen.
Gyrokopter wird von durchströmender Luft angetrieben
Gyrokopter, auch Traghubschrauber genannt, weisen im Vergleich zu Helikoptern einige Unterschiede auf. Im Gegensatz zum Helikopter wird der Hauptrotor nicht von einem Motor angetrieben, sondern allein durch die ihn von unten durchströmende Luft. Das schreibt die Fachzeitschrift «Fliegermagazin». Einen Motor haben die kleineren Maschinen dennoch. Damit die nötige Strömung zustande komme, brauche es einen Vortrieb. Hinter der Kabine aktueller Modelle sei deshalb ein Druckpropeller montiert.