Zentraler Internetzugang für Osteuropa
Feuer an Starlink-Basisstation in Polen – Brandstiftung?

Am Mittwochabend brach in der Starlink-Basisstation in der polnischen Region Masowien ein Feuer aus. Die Station ermöglicht die Internetanbindung grosser Teile von Osteuropa, einschliesslich der Ukraine. Erste Ermittlungen deuten auf eine mögliche Brandstiftung hin.
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An dieser Starlink-Basisstation in der polnischen Region Masowien brach am Mittwochabend ein Feuer aus.
Foto: RMS

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Brand in Starlink-Bodenstation in Wola Krobowska nahe Warschau am Mittwochabend
  • Erste Hinweise deuten auf Brandstiftung oder Kurzschluss als Ursache hin
  • Station versorgt grossen Teil von Osteuropa, inklusive Ukraine, mit Internetzugang
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Im kleinen polnischen Dorf Wola Krobowska in der Region Masowien, rund 50 Kilometer südlich von Warschau, fand nach Angaben übereinstimmender Medienberichte am späten Mittwochabend ein Grosseinsatz statt. Die dortige Bodenstation des Starlink-Satellitenkommunikationssystems stand in Flammen. Der Besitzer des Grundstücks hatte den Notruf gewählt, nachdem er einen Brand an den Antennen bemerkt hatte, berichtet der polnische Sender RMF24. Auch der Generator wurde bei dem Brand beschädigt.

Die Feuerwehr traf kurz darauf am Einsatzort und löschte das Feuer. «Drei Feuerwehrmannschaften wurden zum Einsatzort entsandt. Das Feuer wurde gelöscht. Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort», sagte Oberhauptmann Michał Maroszek von der Bezirkszentrale der staatlichen Feuerwehr in Grójec gegenüber dem Sender TVN24. Bei dem Brand wurde niemand verletzt.

Zentraler Internetzugang für Osteuropa

Erste Erkenntnisse deuten laut Medienberichten darauf hin, dass die Schalttafel möglicherweise durch Brandstiftung beschädigt wurde. Ein weiteres Szenario, das in Betracht gezogen werden muss, ist ein Kurzschluss im elektrischen System. Ermittler sichern weiterhin Spuren am Brandort. Das Dorf wird ausserdem von der Polizei patrouilliert.

Bereitschaftspolizisten und Beamte des Provinzpolizeipräsidiums wurden zum Einsatzort gerufen. Auch der Inlandsgeheimdienst und das zentrale Polizeiermittlungsbüro wurden über den Vorfall informiert.

Die Bodenstation in Wola Krobowska bietet zusammen mit einer ähnlichen Station in der Nähe von Kaunas in Litauen den Internetzugang für einen grossen Teil Mittel- und Osteuropas, einschliesslich der Ukraine. Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine spielt das Satellitenkommunikationssystem von Starlink eine entscheidende Rolle für Zivilbevölkerung und Militär.

Anzeichen verweisen laut Polen auf mögliche russische Sabotage

«Das Feuer hat das Kraftwerk und den Generator vollständig erfasst. Es ist offensichtlich, dass dieser Sabotageakt gezielt darauf abzielte, das Kraftwerk außer Betrieb zu setzen – wodurch die Internetverbindung effektiv unterbrochen wurde und der Internetzugang für verschiedene Institutionen, darunter das ukrainische Militär, gestört wurde», erklärte der stellvertretende Ministerpräsident Krzysztof Gawkowski später gegenüber «Reuters». Mittlerweile seien die Systeme wieder im Betrieb

Gawkowski betonte: «Auch wenn heute alles wieder funktionsfähig ist, müssen wir – wie Ministerpräsident Tusk kürzlich feststellte – anerkennen, dass dies ein Element der hybriden Kriegsführung ist.» Der Ministerpräsident ergänzte, dass zwar nicht feststehe, dass Russland für den Brand verantwortlich sei, «viele Anzeichen jedoch darauf hindeuten, dass dies mit Russlands neuer Angriffsdoktrin im Einklang steht».

Bei einer Pressekonferenz mit dem bulgarischen Premierminister Rumen Radev äusserte sich auch der polnische Regierungschef Donald Tusk (69) zum Brand an der Starlink-Bodenstation in Wola Krobowska. «Polen versucht hier in Zusammenarbeit mit SpaceX, die Ukraine bei der Sicherstellung der Konnektivität zu unterstützen. Und es gab einen seltsamen Vorfall mit einem Brandanschlag auf diese Infrastruktur», räumte Tusk ein und fügte hinzu, er wolle nicht sagen, «was Sabotage und was ein Unfall ist», ohne hundertprozentige Gewissheit zu haben. «Aber es sieht auch nicht gut aus», betonte er.

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