Darum gehts
- Geldtransporter in Serbien überfallen
- Täter flüchten mit zwei Millionen Euro
- Fahrer mit Waffe bedroht
Es erinnert an die Szene aus einem Hollywood-Film: Bewaffnete Täter nähern sich einem Fahrzeug, zwingen den Fahrer zum Losfahren und machen sich schliesslich mit einer Beute von zwei Millionen Euro aus dem Staub.
Es sind Geschehnisse, die sich am Montagabend im serbischen Dorf Kučane so zugetragen haben dürften. Immer noch befinden sich mehrere Täter, die zuvor einen Geldtransporter überfallen haben, auf der Flucht. Von dem Geld fehlt jede Spur.
Jeep mit bewaffneten Männern nähert sich Transporter
Wie das serbische Nachrichtenportal «Blic» berichtet, sind die Täter dabei äusserst professionell vorgegangen.
Gegen 18 Uhr habe der gepanzerte Transporter vor einem Laden an der Hauptstrasse angehalten. Als ein Sicherheitsmann ausstieg, näherte sich plötzlich ein Jeep. Bewaffnete Täter stürmten heraus.
Einer der Räuber zwang den Fahrer, unter Waffengewalt loszufahren. «Los, fahr!», soll er laut einer «Blic»-Quelle gerufen haben.
Fahrer raste unter Waffengewalt davon
Nur eine Minute später bemerkte der zurückgekehrte Sicherheitsmann das Verschwinden des Transporters und alarmierte die Polizei. Doch keine Chance – das Fahrzeug war bereits weg.
Nach dem Überfall fuhren die Räuber offenbar Richtung Kosovo. Im Dorf Batnjik, nur wenige Kilometer vom Tatort entfernt, setzten sie den Transporter in Brand – vermutlich um die Spuren zu verwischen. Der Fahrer wurde zuvor aus dem Fahrzeug geworfen. Die Täter verschwanden. Seit Tagen läuft eine intensive Fahndung.
Transporter ausgebrannt
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter die Route des Geldtransports haargenau kannten und den Überfall minuziös geplant hatten. Sie sollen über detaillierte Informationen zu den Fahrtagen verfügt haben.
Fotos vom Tatort zeigen ein völlig ausgebranntes Transporter-Wrack. Seit Tagen läuft eine intensive Fahndung nach den Räubern.
Bisher gibt es jedoch keine Hinweise auf ihre Identität.
Dieser Artikel ist zuerst auf «blic.rs» erschienen.