Darum gehts
- Ukrainische Drohnen treffen Ölterminal in St. Petersburg am Mittwochmorgen
- Explosionen und Flammen bestätigen Angriff, Entfernung von Ziel: 1100 Kilometer
- Russlands grosses Terminal während Petersburger Wirtschaftsforum 2026 getroffen
Ein ukrainischer Drohnenangriff hat am frühen Mittwochmorgen ein Ölterminal in St. Petersburg getroffen, wie «The Kyiv Independent» berichtet. Augenzeugen sahen massive Explosionen und Flammen auf dem Gelände. Videos auf X zeigen Drohnen am Himmel und eine riesige Feuersäule über der Anlage.
Auch ein russisches Kriegsschiff wurde getroffen, wie der Kommandant der ukrainischen Drohnenkräfte auf Telegram bestätigt. Die «Boikiy» wurde im «Veleschinsky-Trockendock, der Wiege der russischen Marine», getroffen und habe Feuer gefangen. Über das genaue Ausmass der Zerstörung sind keine näheren Details bekannt.
Das Terminal im Grossen Hafen von St. Petersburg gilt als eine der grössten Kraftstofflager- und Exportstätten Russlands. Die Behörden warnten die Bevölkerung vor weiteren Drohnenangriffen.
«Danke unseren Soldaten für ihre Treffsicherheit»
Auch der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (48) bestätigte die Angriffe auf das Ölterminal. «In dieser Nacht wurden wichtige Ziele auf russischem Gebiet getroffen», schreibt Selenski auf Telegram.
«Darunter befindet sich das Ölterminal in St. Petersburg. Von unserer Staatsgrenze der Ukraine bis zu diesem Objekt der russischen Ölindustrie, das für den Krieg arbeitet, sind es etwa 1100 Kilometer. Auch rein militärische Ziele auf dem Stützpunkt Kronstadt wurden getroffen.» Auch weitere Ziele in der Region Tambow wurden getroffen. «Ich danke unseren Soldaten für ihre Treffsicherheit», schliesst der ukrainische Präsident seinen Beitrag.
Der Vorfall ereignet sich zeitgleich mit dem Start des Petersburger Wirtschaftsforums 2026. Zu der Konferenz reisen Wirtschaftsführer und Regierungsvertreter aus aller Welt und gilt als Putins Pendant zum World Economic Forum in Davos.