Darum gehts
- Polen verhaftet Russen wegen Anschlagsplans an US-amerikanisch-ukrainischem Doppelbürger
- Premier Tusk: geplanter Angriff auf US-Bürger wäre erster dieser Art in einem anderen NATO-Land
- Festnahme am 7. August mit Polizei und Geheimdienstunterstützung
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk (69) gab am Donnerstag auf einer Pressekonferenz die Festnahme eines russischen Staatsbürgers in Polen bekannt, wie «Onet» berichtet. Der Mann war am 7. August in Zusammenarbeit mit dem Inlandsgeheimdienst und der Polizei festgenommen worden. Ziel des Verhafteten sei es demnach gewesen, im Auftrag Russlands, einen US-amerikanisch-ukrainischen Doppelbürger zu töten.
«Die Zielperson besass zwei Pässe. Er war dem Regime von Wladimir Putin ein Dorn im Auge. Dank eines brillanten Eingreifens konnte diese Hinrichtung, dieser Mordanschlag, verhindert werden», sagte Premierminister Tusk. «Ich danke auch den amerikanischen Streitkräften für ihre hervorragende Zusammenarbeit», ergänzte er.
Erster Anschlagsplan auf US-Bürger auf Nato-Territorium
Tusk betonte: «Dies ist das erste Mal, dass jemand aus Russland beschlossen hat, einen US-Bürger auf dem Territorium eines anderen NATO-Landes, in Polen, anzugreifen.» Diese Aussage unterstrich er mit einer Warnung: «Wir müssen davon ausgehen, dass das Putin-Regime versuchen wird, unbequeme Personen zu eliminieren. Daher werden unsere Massnahmen sehr intensiv sein.»
Auch der Koordinator der Geheimdienste, Tomasz Siemoniak, äusserte sich zur Festnahme des Russen. «Der Mord sollte in Warschau stattfinden», teilte er auf der Plattform X mit.