Darum gehts
- Schweizer Familie stürzt in Torfhaus, Niedersachsen, vom 45 Meter hohen Harzturm
- Ermittler vermuten Suizid, Sicherheitsnetz konnte Sturz nicht verhindern
- Harzturm seit 2023 in Betrieb, Fall erschüttert Gemeinde und Besucher
Eine Tragödie erschüttert die kleine Ortschaft Torfhaus im deutschen Bundesland Niedersachsen. Eine dreiköpfige Familie aus der Schweiz stürzte am Donnerstag von der Aussichtsplattform des Harzturms in den Tod. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei sind sie gesprungen, berichtet die «Bild». Ein Verschulden Dritter liege nicht vor.
Nach Angaben des Bürgermeisters war die Familie mit einem Wohnmobil aus der Schweiz angereist. Der Sohn war noch im Kleinkindalter. Einer der beiden Erwachsenen soll das Kind im Arm gehalten haben, als die Familie sprang. Die Aussichtsplattform des Harzturms befindet sich auf 45 Metern Höhe. Die Tragödie ereignete sich kurz vor 17 Uhr. Der Turm war zu dieser Zeit gut besucht.
«Wir sind tief erschüttert»
«Der Turm steht seit drei Jahren. So etwas ist noch nie passiert. Wir sind tief erschüttert», sagt der Bürgermeister gegenüber der «Bild». Der Harzturm sei ein beliebtes Ausflugsziel in der Region. Wann Besucher wieder auf die Aussichtsplattform dürfen, ist derzeit noch offen. «Wir werden im Rat über eventuelle zusätzliche Sicherheitsmassnahmen beraten», führte der Bürgermeister weiter aus.
Die Ermittlungen der Polizei dauern währenddessen an. Auf Videos des Norddeutschen Rundfunks ist zu sehen, wie die Beamten den Turm mit einer Drohne untersuchen. Das Sicherheitsnetz am Boden des Turmes sei wohl zu dünn gewesen, um den Sturz der Familie aufzuhalten. Ein Kriseninterventionsteam der Polizei war vor Ort, um die vielen Augenzeugen psychologisch zu betreuen.
Diese Stellen sind rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen und für ihr Umfeld da:
- Beratungstelefon der Dargebotenen Hand: Telefon 143 www.143.ch
- Beratungstelefon von Pro Juventute (für Kinder und Jugendliche): Telefon 147 www.147.ch
- Weitere Adressen und Informationen: www.reden-kann-retten.ch
Adressen für Menschen, die jemanden durch Suizid verloren haben
- Refugium – Verein für Hinterbliebene nach Suizid: www.verein-refugium.ch
- Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils: www.nebelmeer.net
Diese Stellen sind rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen und für ihr Umfeld da:
- Beratungstelefon der Dargebotenen Hand: Telefon 143 www.143.ch
- Beratungstelefon von Pro Juventute (für Kinder und Jugendliche): Telefon 147 www.147.ch
- Weitere Adressen und Informationen: www.reden-kann-retten.ch
Adressen für Menschen, die jemanden durch Suizid verloren haben
- Refugium – Verein für Hinterbliebene nach Suizid: www.verein-refugium.ch
- Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils: www.nebelmeer.net