Darum gehts
- Tropensturm Rachel soll Samstagnacht Kalifornien treffen
- El Niño verstärkt ihn; im Süden gibt es schon Chaos
- Verletzte gibt es keine; Häuser und Promenaden sind beschädigt
Flutwellen und Überschwemmungen sorgen in Kalifornien für Chaos. Der Tropensturm Rachel soll in der Nacht auf Sonntag auf den Bundesstaat treffen. Die Menschen an der Westküste wappnen sich derzeit für happige Bedingungen – das Wetterphänomen El Niño gibt Rachel nämlich noch zusätzliche Kraft. Die Vorboten des Sturms sorgen bereits jetzt für Chaos im Süden des Bundesstaates.
In Küstenstädten wie Laguna Beach, Newport Beach und Long Beach kam es bereits zu erheblichen Überschwemmungen, berichtet die «Los Angeles Times». In Newport Beach durchbrach bereits am Freitag eine gewaltige Flutwelle die Schutzdämme an einem Strand. «So schlimm habe ich es in meinen 20 Jahren hier noch nie erlebt», meinte einer der Stadträte. Die betroffenen Strassen standen teilweise bis zu 30 Zentimeter unter Wasser.
«Eine verheerende Kombination»
«Das ist noch nicht einmal das Schlimmste, was zu erwarten ist», meinte eine Sprecherin der Stadt Newport Beach gegenüber der «Los Angeles Times». «Wir wussten, dass wir aufgrund des Tropensturms Rachel mit hohem Wellengang rechnen mussten, aber zusammen mit El Niño hat sich hier in Newport eine verheerende Kombination ergeben.»
Verletzte gab es bisher keine. In Newport Beach und auch in der bekannten Küstenstadt Long Beach beschädigten die Vorboten des Sturms bereits einige Häuser.
In Long Beach beschädigten die Flutwellen grosse Teile der Strandpromenade. Die Stadt hat bereits über 7500 Sandsäcke verteilt, um die Einwohnerinnen und Einwohner auf ein möglicherweise sehr schwieriges Wochenende vorzubereiten. Im Süden Kaliforniens wurde aufgrund von Rachel die erste Tropensturmwarnung seit fast drei Jahren ausgerufen.