Ekelalarm in Spanien
Jetzt scheissen sie ins Schwimmbecken

Eine virale «Challenge» sorgt in Spaniens Freibädern für Ekel: Menschen defäkieren absichtlich ins Wasser und filmen danach das Chaos für Social Media. Die «braune Herausforderung» zwingt Bäder zur Schliessung.
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Ein User postete dieses Warnschild bei einem Schwimmbad in Spanien: Jemand soll täglich in den Pool defäkieren.
Foto: X @LiosdeVecinos

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Viraler Trend: In Spanien filmen Täter das Defäkieren in Schwimmbädern
  • Fäkalien führen zu Schliessungen und 24-48 Stunden Wasseraufbereitung
  • Tätern drohen bis zu 20'000 Euro Busse und lebenslanges Hausverbot
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Eine virale «Challenge» sorgt in Spaniens Freibädern für Fassungslosigkeit: Menschen defäkieren absichtlich ins Wasser – und filmen danach das Chaos für Tiktok und Instagram.

Alcalá de Henares, historische Universitätsstadt nördlich von Madrid, Anfang Juli: Jonathan Giraldo sitzt mit seiner Familie im Freibad. Plötzlich werden alle Badegäste aus dem Wasser gescheucht.

Der Grund: Jemand hat ins Becken gekackt. «Jemand hat ins Becken gemacht», rufen die Bademeister. Giraldo schildert die Szene dem spanischen Portal El Diario, das über «reto marrón», die «braune Herausforderung», berichtet.

Für Klicks ins Netz

Die Idee: ins Schwimmbecken scheissen, die anschliessende Räumung filmen und den Clip für möglichst viele Klicks ins Netz stellen. Je grösser der Ekel, desto besser der Content.

Laut Cadena SER, Spaniens grösstem und ältestem Radiosender, hat der Trend diesen Sommer bereits Schwimmbäder in zahlreichen Regionen erreicht – darunter Madrid, Valencia, Andalusien, Galicien und Kastilien-La Mancha. Einige mussten mehrfach schliessen.

Besonders dreist: Manche bringen die Fäkalien offenbar sogar in Plastiktüten von zu Hause mit und kippen sie ins Wasser.

«Wegen so einem Idioten»

Findet sich Kot im Becken, ist wegen stark erhöhter E.-coli-Werte Schluss mit Planschen. Das Wasser muss intensiv hyperchloriert und anschliessend untersucht werden. Bis zur Freigabe können 24 bis 48 Stunden vergehen.

In Oliva an der Mittelmeerküste wurden im Juli sogar zwei Becken gleichzeitig wegen Fäkalien geschlossen – mitten in einer Hitzewelle. «Bei dieser Hitze kann man wegen so einem Idioten nicht mal schwimmen gehen», sagt ein verärgerter Anwohner zu El Diario.

Bis zu 20'000 Euro Busse

Täter sind offenbar Kinder wie auch Erwachsene. Wer erwischt wird, muss mit jahrelangem oder sogar dauerhaftem Hausverbot rechnen. Zudem drohen Bussen von bis zu 20'000 Euro.

Dass öffentliche Schwimmbäder Urinspuren aufweisen, ist praktisch normal. Chlor erledigt einen Grossteil der Keime. Auch sorgen Windeln, Magen-Darm-Infekte und überforderte Kleinkinder seit jeher für Beckensperrungen. Doch ein Fäkalientrend?

Die Täter riskieren das alles für ein paar Sekunden Aufmerksamkeit im Netz. Aus dem Schwimmbad wird eine Bühne. Aus einem Haufen Scheisse wird Content.

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