Darum gehts
- Explosion im Amur Gas Chemical Complex tötet einen Menschen, 100 verletzt
- Ein chinesischer Arbeiter stirbt trotz sofortiger medizinischer Hilfe
- 104 Leichtverletzte, Bauarbeiten für Fertigstellung 2026 verzögert
Bei einer Explosion im Amur Gas Chemical Complex (Amur GCC) in der Amur-Region, nahe der chinesischen Grenze und unweit der Stadt Swobodny, ist ein Mensch ums Leben gekommen. Das bestätigte das Unternehmen hinter der Industrieanlage in einer Medienmitteilung. Zuvor hatten russische Medien in Berufung auf Telegram-Kanäle über ein Todesopfer berichtet.
Zudem wurden über 100 Personen bei der Explosion und dem anschliessenden Brand verletzt. «Neunzehn Personen wurden mit mittelschweren bis schweren Verletzungen in ein Krankenhaus in Swobodny eingeliefert. Trotz sofortiger medizinischer Hilfe konnte eines der Opfer, ein Angestellter eines Bauunternehmens und chinesischer Staatsbürger, nicht gerettet werden», hiess es in der Erklärung weiter. Die Ursache für die Explosion ist noch unklar.
Einsatzkräfte löschen die Flammen
Zudem suchten weitere 104 Personen wegen leichterer Verletzungen wie Schnittwunden und Prellungen ärztliche Hilfe auf und wurden behandelt.
Die Anlage befindet sich aktuell in einer Bauphase. Auf der Baustelle wird noch immer das Feuer gelöscht; Spezialisten der Rettungsdienste führen eine kontrollierte Verbrennung der verbleibenden Industriegase durch, berichtet die russische Nachrichtenagentur Interfax.
Der Bau des Amur-Gas-Chemiekomplexes ist ein Gemeinschaftsprojekt von SIBUR und dem chinesischen Unternehmen Sinopec. Er zählt zu den weltweit grössten Herstellern von Polyethylen und Polypropylen, wie Interfax berichtet. Die Fertigstellung war ursprünglich für 2024 geplant. Aufgrund der notwendigen Umstrukturierung der Anlagen, um den Wechsel einiger Lizenzgeber und Ausrüstungslieferanten zu ermöglichen, wurde der Fertigstellungstermin jedoch auf 2026 verschoben.