Darum gehts
- Über 1 Meter Neuschnee: Piemont leidet unter Extremwetter
- Mindestens 20 Personen in Bielmonte eingeschneit
- Eine Person verstorben, Lawinengefahr bleibt kritisch
Über ein Meter Neuschnee, gestrandete Menschen und Lawinengefahr: der Nordwesten Italiens, insbesondere das Piemont, erlebte am Wochenende extreme Wetterbedingungen.
Eine rund 36-stündige Schneewalze brachte kräftige, lokal sogar sehr intensive Niederschläge in den nordwestlichen Teil des Piemonts, wie die Lokalzeitung «Quotidiano Piemontese» berichtet. In einigen Regionen führten die Wetterkapriolen zu Stromausfällen, Erdrutschen und Lawinen. Zudem traten stellenweise kleinere Bäche und Nebenflüsse über die Ufer.
20 Personen eingeschneit
Mancherorts fielen zwischen 130 und 150 Zentimeter Neuschnee. Im Skigebiet Bielmonte sitzen mindestens 20 Personen fest – darunter Touristen, Einheimische und Mitarbeitende des Skigebiets. Mehr als ein Meter Neuschnee hat die Strassen unpassierbar gemacht. Mehrere Lawinenabgänge verschärfen die Lage zusätzlich.
Die Behörden haben laut Technikern der Provinz Biella eine Krisensitzung einberufen, um die sichere Evakuierung der Betroffenen zu gewährleisten.
Starkregen in weiteren Teilen
Die Lawinengefahr in der Region ist weiterhin kritisch. Lawinen können in den betroffenen Regionen bis in die Täler vordringen und Strassen sowie Siedlungen gefährden, warnen Meteorologen.
Während in den Bergen Schnee das Hauptproblem darstellt, haben Starkregen in den tiefer gelegenen Gebieten ebenfalls zu erheblichen Schäden geführt. Eine Person kam ums Leben.
In den nächsten Stunden dürfte sich die Lage entspannen. Die Niederschläge verlieren an Intensität und hören schliesslich ganz auf.