VO Zug-Unglück Spanien
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Mindestens 46 Tote in Toledo:Videos zeigen das Ausmass des Zugunglücks

Kollision mit Dutzenden Toten
Was wir über das Zugunglück in Spanien wissen – und was nicht

Bei der Kollision eines Renfe-AVE mit einem stehenden Iryo-Zug nahe Urda in der Provinz Toledo sind laut Zivilschutz-Quellen Dutzende Menschen gestorben. Ermittler prüfen einen möglichen Fehler bei gestörter Signaltechnik.
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Zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidierten nahe Toledo.
Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Darum gehts

  • Bei Urda in Toledo prallte ein Renfe-AVE auf einen stehenden Iryo-Zug auf derselben Strecke
  • Zivilschutzquellen bestätigten Dutzende Tote, zudem gab es zahlreiche Verletzte in den Zügen
  • Als erste Ursache gilt ein menschlicher Fehler bei gestörter LZB-Sicherung und manueller Kontrolle
Daniel Macher
Daniel MacherRedaktor News

Spanien erlebt in diesem Jahr bereits das zweite schwere Zugunglück. Im Januar kamen bei einer Katastrophe in Adamuz 46 Menschen ums Leben. Die Ermittlungen zu diesem Unglück sind noch nicht abgeschlossen. Nach der erneuten Kollision nahe der Gemeinde Urda in der Provinz Toledo suchen die Behörden nun nach der Ursache. Die zentrale Frage lautet: Wie konnte es erneut zu einem solchen Unfall kommen? Was wir über das Unglück vom Mittwochmorgen wissen – und was noch unklar ist.

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Was ist passiert?

Am Mittwochmorgen gegen 8.54 Uhr kollidierte nahe der Station Urda in der Provinz Toledo ein Hochgeschwindigkeitszug von Renfe mit einem stehenden Iryo-Zug. Nach ersten Erkenntnissen fuhr der Renfe-AVE dem Iryo-Zug von hinten auf. Zwei Wagen des Iryo-Zugs entgleisten, mindestens zwei Waggons stürzten offenbar einen Bahndamm hinunter.

Beide Züge waren auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Madrid nach Sevilla unterwegs. Die Strecke verbindet die spanische Hauptstadt unter anderem mit Córdoba, Sevilla und Málaga.

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Was wissen wir zum Unfallhergang?

Der Iryo-Zug war auf dem betroffenen Streckenabschnitt angehalten worden. Der Renfe-Zug fuhr anschliessend offenbar auf den stehenden Zug auf. Die Geschwindigkeit des Renfe-Zugs beim Zusammenstoss ist noch nicht endgültig bekannt.

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Was wird als Ursache vermutet?

Derzeit gehen Behörden von einem menschlichen Fehler im Zusammenhang mit einer Störung des Signalsystems aus. Nach den bisherigen Angaben war das automatische Zugsicherungssystem LZB ausgefallen. Die Strecke wurde deshalb offenbar mit einem vereinfachten Verfahren und unter manueller Kontrolle betrieben.

Ein Mitarbeiter soll dem Renfe-Zug irrtümlich die Weiterfahrt erlaubt haben, obwohl der Iryo-Zug die Strecke noch blockierte. Die Ursache ist damit noch nicht abschliessend geklärt. Untersucht wird auch, warum die technischen Sicherheitssysteme die Weiterfahrt nicht verhinderten.

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Was wissen wir über die Züge?

Bei den beteiligten Zügen handelt es sich um einen AVE von Renfe und einen Hochgeschwindigkeitszug des privaten Anbieters Iryo. Beide Züge bedienten die Strecke zwischen Madrid und Sevilla.

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Wie viele Tote und Verletzte gibt es?

Nach Angaben des Zivilschutzes kamen bei dem Zugunglück nahe Toledo mindestens 50 Menschen ums Leben. Mehr als 179 weitere Personen wurden verletzt. Insgesamt waren 544 Passagiere in den beiden Zügen unterwegs. Es muss jedoch erwartet werden, dass die Zahl der Opfer möglicherweise noch steigen wird.

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Was ist noch unklar?

Noch nicht abschliessend geklärt sind die genaue Ursache der Signalstörung, die konkrete Weiterfahrterlaubnis für den Renfe-Zug und die Frage, warum keine automatische Zwangsbremsung erfolgte. Fest steht nach dem bisherigen Ermittlungsstand: Der Renfe-Zug prallte auf einen stehenden Iryo-Zug auf. Als erste Ursache gilt ein möglicher menschlicher Fehler während des Betriebs mit gestörter Signaltechnik.

In unserem Liveticker halten wir dich über alle Entwicklungen zum Unglück in Spanien auf dem Laufenden. Hier gehts zum Ticker.

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