Dritter Erdrutsch seit Jahresbeginn
Erdrutsch in kongolesischem Bergwerk fordert über 300 Tote

Erneut kam es im Kongo zu einem schweren Bergbau-Unglück. Unter den 300 Toten befinden sich Mineure und ihre Familien, deren Häuser bei der Katastrophe zerstört wurden. Seit 2024 kontrollieren Rebellen das Gelände.
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Beim kongolesischen Rubaya-Bergwerk hat sich ein Erdrutsch ereignet. Über 300 Menschen kamen ums Leben. (Archivbild)
Foto: AP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Erdrutsch im Rubaya-Bergwerk in Nord-Kivu tötet über 300 Menschen am Samstag
  • Das Bergwerk liefert 15–30 Prozent der weltweiten Coltanproduktion für Elektronik
  • Seit 2024 wird das Bergwerk von der Rebellengruppe M23 kontrolliert
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Horror im Nordosten des Kongo: Bei einem Erdrutsch im kongolesischen Rubaya-Bergwerk in Nord-Kivu am Samstagmorgen haben nach derzeitigem Stand über 300 Menschen ihr Leben verloren. Das berichten lokale Medien. Laut der lokalen News-Plattform beto hätten die Erdmassen Häuser im nahe gelegenen Ortsteil Gatabi zerstört und Hunderte von Nachtschürfern sowie mehrere Familien, darunter Frauen und Kinder, unter sich begraben. 

Erst vor wenigen Tagen war es auf dem Gelände des Rubaya-Bergwerks schon zu einem Erdrutsch gekommen. Über 300 Menschen verloren am vergangenen Dienstag ihr Leben. Bereits am 28. Januar hatte sich ebenfalls ein solches Bergbau-Unglück ereignet, über 400 Bergleute starben. Im vergangenen Juni kamen über 700 Bergarbeiter ums Leben, weil Erdmassen sie begruben. 

Gelände wird von regierungsfeindlicher Gruppe kontrolliert

Das Gelände des Bergwerks wird seit 2024 von der Rebellengruppierung M23 kontrolliert. Das mehrere Dutzend Quadratkilometer grosse Gelände von Rubaya liegt etwa 70 Kilometer westlich von Goma, dem Hauptort der für Unruhen bekannten Provinz Nord-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo.

Das Bergwerk Rubaya liefert zwischen 15 und 30 Prozent der weltweiten Coltanproduktion. Das Mineral Coltan enthält Tantal, welches etwa in Smartphones, Computern und anderen Geräten verbaut wird. Schätzungen zufolge verfügt die Demokratische Republik Kongo über mindestens 60 Prozent der weltweiten Reserven.

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