Darum gehts
- Ryanair-Flug kehrt nach Knall und kaputtem Fenster in Thessaloniki zurück
- Passagier wurde teilweise aus Fenster gesaugt, Mitreisende zogen ihn zurück
- Flugzeug landete nach 1 Stunde 14 Minuten, Passagier verletzt im Spital
Kurz nach dem Start ein lauter Knall und plötzlich hing ein Passagier aus einem Flugzeugfenster. Eine Ryanair-Maschine aus Thessaloniki auf dem Weg nach Memmingen (D) musste kurz nach dem Start wieder zurückkehren, berichtet «Bild». Pünktlich um 5.40 Uhr hatte das Flugzeug in Griechenland abgehoben. Doch auf 6000 Metern Flughöhe ereignete sich der Schock. Während des Fluges sei ein Knall zu hören gewesen, dann sei eine Fensterscheibe zerbrochen, zitiert «Bild» die Aussage einer Passagierin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Ersten Berichten zufolge löste sich offenbar ein Teil eines beschädigten Triebwerks und traf dabei das Kabinenfenster.
Der neben der beschädigten Scheibe sitzende Passagier sei aufgrund des plötzlichen Druckabfalls durch das Loch gesaugt worden. «Sein Kopf und seine Schultern ragten aus dem zerbrochenen Fenster heraus», sagte eine Augenzeugin im griechischen Rundfunk ERT. Andere Mitreisende hätten den Mann zurückziehen können. Fotos und Videos in den sozialen Medien zeigen, wie Sauerstoffmasken herabbaumeln.
Pilot bricht Flug ab
Der Pilot brach den Flug nach dem Vorfall über Nordmazedonien ab und drehte um. Nach einer Stunde und 14 Minuten landete der Ryanair-Flieger wieder in Thessaloniki. Der in die Scheibe gesaugte und verletzte Passagier sei vom Rettungsdienst in ein Spital in Thessaloniki gebracht worden, berichtete ERT. Lokalen Medienberichten zufolge handelt es sich um einen 61-jährigen Mann aus Serbien. Laut ERT handelt es sich bei dem Flugzeug um eine Boeing 737-8AS.
Gegenüber DPA bestätigte Ryanair den Vorfall, berichtet die «Zeit». Um die Verspätung so gering wie möglich zu halten, sei ein Ersatzflugzeug organisiert worden. Dieses sei um 9.53 Uhr Ortszeit in Thessaloniki gestartet, um die Passagiere nach Memmingen zu bringen. Ermittlungen zum Vorfall seien aufgenommen worden, berichtete ERT.