Die unglaubliche Geschichte von Mihailo Petrovic
Mann bettelte 15 Jahre auf den Strassen Belgrads – und starb als Millionär

Mihailo Petrovic lebte in Belgrad 15 Jahre lang als Bettler, obwohl er Millionär war. Nach seinem Tod im März 1929 fand man in seiner Hütte ein Vermögen in Millionenhöhe. Die Gründe für sein rätselhaftes Verhalten bleiben bis heute ungeklärt.
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Mihailo Petrovic starb als Bettler – und als Millionär.
Foto: Kaldrma.rs

Darum gehts

  • Mihailo Petrovic lebte als Bettler, starb aber als Millionär
  • Ehemaliger Beamter, Kaufmann und Offizier versteckte sein Vermögen in Hütte
  • Nach seinem Tod 1929 wurden Millionen in Bargeld und Wertpapieren gefunden
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Blick Newsdesk

Was der Tod von Mihailo Petrovic offenbarte, liess sein Umfeld verblüfft zurück. Die letzten 15 Jahre seines Lebens hatte er auf den Strassen Belgrads, der heutigen Hauptstadt Serbiens, gebettelt.

Was keiner wusste: Seinen letzten Gang machte er als reicher Mann. Er verhungerte und erfror im Alter von 70 Jahren auf einem mit Geld gefüllten Strohbett. Alle fragten sich: Warum lebte ein ehemaliger Beamter, einst angesehener Kaufmann und Offizier, trotz eines Millionenvermögens als armer Schlucker?

Erfroren und verhungert – aber Millionen unter dem Bett

Seine letzten Lebensjahre verbrachte der ehemalige Beamte in einer baufälligen Hütte, schreibt «Blic.rs». Seine wahren Besitzverhältnisse verschleierte er dabei geschickt. Die Nachbarn hielten ihn für mittellos und versorgten ihn sogar mit Lebensmitteln. Sie gaben ihm Brot und brachten ihm warme Mahlzeiten, damit er stets ausreichend zu essen hatte.

Nach seinem Tod am 5. März 1929 wurden in der Hütte Bargeld, Goldmünzen, Anleihen und Aktien in Millionenhöhe gefunden. Ein Vermögen – versteckt in einem schmutzigen Zimmer. Die Zeitungen nannten ihn damals «Millionär-Bettler» und «rätselhafteste Persönlichkeit Belgrads».

Warum lebte Millionär als Bettler?

Schon zuvor hatte er ein kurioses Leben geführt. Als junger Mann verdingte er sich als Kaufmann im bosnischen Tuzla, nahm an Kriegen zwischen Serben und Türken teil, studierte in Russland und diente als Offizier in Bulgarien. Dort wurde er wegen Spionage zum Tod verurteilt, aber vom russischen Zar Alexander III. begnadigt.

Warum sich Petrovic anschliessend entschied, wie ein Bettler zu hausen, ist bis heute ein Rätsel. Er liess nie jemanden in seine Hütte, auch nicht seine Vermieterin. Am Ende schuldete er ihr noch zwei Mietzahlungen. Er wurde auf Kosten der Stadt beigesetzt, auf einem Friedhof, auf dem Obdachlose und Häftlinge begraben wurden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Blic.rs.

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