Darum gehts
- Donald Trump erklärt Iran-Abkommen am Nato-Gipfel in der Türkei für «beendet»
- Iranische Angriffe auf US-Ziele und Handelsschiffe provozieren Trumps scharfe Kritik
- USA setzen auf Aktionen statt Diplomatie: «Krebs frühzeitig bekämpfen», so Trump
Donald Trump (80) rechnet am Nato-Gipfel mit dem Iran ab. Nach den jüngsten militärischen Eskalationen am Golf hält der US-Präsident weitere diplomatische Gespräche mit Teheran für reine Zeitverschwendung.
Das Abkommen mit dem Iran ist für US-Präsident Donald Trump gestorben. Nach einer Reihe von Angriffen in der Region erklärte er die Vereinbarung am Mittwochmorgen schlicht für «beendet», wie CNN berichtet.
«Es ist Zeitverschwendung, sich mit ihnen abzugeben», sagte Trump bei der Eröffnung des Nato-Gipfels in der Türkei. Vorausgegangen war eine Drohgebärde der Islamischen Revolutionsgarde: Diese hatte gemeldet, sie habe als Vergeltung für amerikanische Schläge verschiedene US-Militärziele in Bahrain und Kuwait angegriffen.
«Man muss den Krebs frühzeitig bekämpfen»
Trump fand in der Folge drastische Worte für die iranische Führung und bezeichnete sie als «böse, kranke Menschen» sowie als «schmutzige Akteure». Der Grund für seinen Ärger: Teheran habe Handelsschiffe in der Strasse von Hormus ins Visier genommen und damit ganz klar gegen den Waffenstillstand verstossen.
Anstatt weiter auf Diplomatie zu setzen, wollen die USA laut Trump nun ihre «Geschäfte machen». Sein Fazit zur Bedrohung durch den Iran formulierte er drastisch: «Wir müssen ihren Krebs besiegen, ihren Krebs», so der US-Präsident. «Und wissen Sie, was man tut? Man muss den Krebs frühzeitig bekämpfen. So sehe ich das.»