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Bombenroboter im Einsatz:Drohne legt Südpiste in Leipzig lahm

Nach Drohnen-Angriff in Leipzig
Merz will jetzt doch Russland die Schuld geben

Deutschland macht ernst nach dem vereitelten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig. Bundeskanzler Friedrich Merz will Moskau direkt verantwortlich machen und plant harte Sanktionen.
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Will härter gegen Russland vorgehen: Friedrich Merz.
Foto: IMAGO/Bernd Elmenthaler

Der Verdacht erhärtet sich: Russland soll hinter dem Drohnenangriff auf den Leipziger Flughafen stecken.

Gemäss «Politico» plant Bundeskanzler Friedrich Merz klare Schuldzuweisungen gegen Moskau. Ein Statement wird Anfang der Woche im Rahmen des EU‑Aussenministertreffens in Irland am Dienstag erwartet.

Ziel des Angriffs war eine ukrainische Antonow. Das Transportflugzeug liefert auch militärische Güter. Die mit Sprengstoff beladene Drohne konnte rechtzeitig entschärft werden. US-Geheimdienste sehen laut dem «Wall Street Journal» eine direkte Verbindung nach Moskau. Der Kreml streitet dies ab.

«Täter werden einen Preis zahlen»

Die geplanten Massnahmen gegen Russland sollen es in sich haben. Experten im deutschen Regierungsviertel sprechen scheinbar bereits von einer «Zeitenwende 2.0». Im Raum stehen eine Kombination direkter Massnahmen Deutschlands und neuer EU-Sanktionen gegen den Kreml, die parallel in Brüssel vorbereitet werden. Das bestätigen drei Insider gegenüber der «Welt».

Bisherige Strafen wie Diplomaten-Ausweisungen würden nicht mehr ausreichen – die Regierung plant schärfere Massnahmen. Im Raum stehen härtere Sanktionen und mehr Waffen für die Ukraine. «Die Täter dieser hybriden Angriffe werden einen Preis zahlen», kündigte Merz an.

Heikler Zeitpunkt

Die Ankündigung kommt zur Unzeit: In drei Bundesländern stehen Wahlen an, wobei die pro-russische AfD in zweien führt. Zudem häufen sich in ganz Europa mutmassliche Sabotageakte, von Rumänien bis Estland.

Auch ein kürzlich entdecktes Waffenversteck bei Berlin reiht sich in die Vorfälle ein. Dort fanden Ermittler im Oktober 2025 scharfe Waffen und Munition. Laut Innenminister Alexander Dobrindt ist eine ausländische Beteiligung nicht ausgeschlossen.

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