Darum gehts
- Passagierschiff «Constanze» rammt Hafenmauer in Konstanz am Freitagmorgen
- Mindestens zwölf Verletzte, einige davon schwer, Rettungskräfte vor Ort
- Unfallzeit: 8 Uhr, Schiffsverkehr im Hafen bleibt unbeeinträchtigt
Grosseinsatz in Konstanz. Am Freitagmorgen rammt das Passagierschiff «Constanze», gegen 8.45 Uhr, bei seiner Einfahrt in den Hafen eine Mauer. Zahlreiche Rettungskräfte sind am Hafen im Einsatz, berichtet der «Südkurier». Auch ein Rettungshelikopter ist vor Ort.
Mindestens zwölf Personen wurden durch die Wucht des Aufpralls verletzt. Zwei bis drei von ihnen sind laut dem SWR wohl schwer verletzt. In Lebensgefahr schwebe niemand. Unter den Verletzten seien auch die beiden Schiffsführer, heisst es im Beitrag weiter. Der Sachschaden beträgt mindestens 500'000 Euro.
Der Katamaran wurde nach dem Unglück sofort evakuiert und die Verletzten wurden von Rettungskräften erstversorgt. «Unser Mitgefühl gilt insbesondere den Menschen, die Verletzungen erlitten haben», sagte der Geschäftsführer der betroffenen Reederei.
Taucher sollen technische Daten sichern
Das Personenschiff war um 8 Uhr von Friedrichshafen in Richtung Konstanz gestartet. Die «Constanze» fährt normalerweise im Zwei-Stunden-Takt zwischen den beiden Orten hin und her.
Der Unfallhergang werde aktuell untersucht. Der Katamaran ist durch die Kollision mit der Hafenmauer beschädigt worden. Der übrige Schiffsverkehr im Konstanzer Hafen sei durch den Unfall nicht beeinträchtigt, teilte die Polizei mit.
An der «Constanze» müssen jetzt wohl aufwändige Reparaturarbeiten durchgeführt werden. Die Polizei führe ihre Ermittlungen noch heute vor Ort durch, heisst es beim «Südkurier» weiter. Taucher werden sich den Katamaran unter Wasser anschauen und technische Daten sicherstellen.
Niedriger Wasserstand erschwerte Rettungsarbeiten
Erschwert wurden die Rettungsarbeiten durch den niedrigen Wasserstand des Bodensees. Nach Angaben der Feuerwehr konnten die Boote der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) teilweise nicht direkt bis an das verunglückte Schiff heranfahren. Feuerwehrboote mit einem geringeren Tiefgang übernahmen daher die Aufgabe, die Verletzten vom Schiff zu übernehmen und an Land zu bringen.
Neben Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst standen auch Care-Teams sowie Vertreter der Stadt Konstanz im Einsatz. Betriebsstoffe wie Öl traten bei dem Unfall nicht heraus. Wie die Feuerwehr bestätigte, liege das Schiff stabil auf Grund. Auch Wasser dringe nicht ein.