Deutscher Tourist beklaut Massage-Salon
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Jetzt droht ihm Thai-Knast:Deutscher Tourist beklaut Massage-Salon

Deutsche und Österreicher
Thai-Polizei führt Badefinken-Diebe vor

Die Polizei fahndete nach drei Touristen, die Badefinken und 50 Franken gestohlen hatten. Die Männer aus Österreich und Deutschland wurden verhaftet und öffentlich vorgeführt.
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Dieser deutsche Tourist ist einer von drei Dieben, die in Thailand wegen dem Diebstahl von zwei Paar Badefinken und rund 50 Franken verhaftet wurden.
Foto: Facebook / @Newshawk Phuket

Darum gehts

  • Drei Touristen stahlen Badefinken und 2000 Baht auf Phuket
  • Polizei behandelt die Täter wie Schwerverbrecher trotz geringer Beute
  • Diebstahl von 2000 Baht, umgerechnet etwa 50 Franken, gefilmt
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Mattia JutzelerRedaktor News

Die Polizei auf der thailändischen Ferieninsel Phuket konnte einem ausländischen «Diebesring» das Handwerk legen! Die Beute der drei Touristen: zwei Paar Badefinken und umgerechnet 50 Franken. Trotz des geringen Werts des Diebesgutes werden die Touristen von der Polizei wie Schwerverbrecher vorgeführt.

Der Krimi beginnt am 20. Januar. Die drei Touristen besuchen einen Massagesalon auf Phuket. Als die Mitarbeiterin des Spas den Eingangsbereich kurz verlässt, öffnet ein Mitglied der Gruppe, ein Deutscher (25), die Kasse und greift zu! Insgesamt 2000 Baht stiehlt er aus der Schublade. Obendrein packen die Touristen zwei Paar Badefinken, die dem Massagesalon gehören, in ihren Rucksack. Die ganze Diebestour wird von mehreren Überwachungskameras gefilmt.

Tränenreiches Geständnis

Nur einen Tag später kehrt der 25-jährige Deutsche alleine an den Tatort zurück. Unter Tränen gesteht er seinen Diebstahl und bringt die Beute zurück, wie die «Bild» berichtet. Die Mitarbeiterin hat aber kein Mitleid mit dem Touristen und ruft sofort die Polizei. Der Deutsche wird noch im Salon festgenommen. Er war bereits per Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben.

Nach den zwei anderen Mitgliedern des Diebestrios, einer Deutschen (26) und einem Österreicher (33), fahnden die Behörden über mehrere Tage. Gegen die beiden lag ebenfalls ein Haftbefehl vor – wegen «gemeinschaftlichen Diebstahls». Im Einsatz waren neben der örtlichen Polizei auch Beamte der Touristen-Polizei und der thailändischen Einwanderungsbehörde.

Schliesslich konnten auch die restlichen Diebe von den Behörden gefasst und zur Rechenschaft gezogen werden. Alle wurden auf der Polizeiwache verhört und gestanden ihr Verbrechen. Die Polizei publizierte daraufhin mehrere Fotos, auf denen die Touristen wie Schwerverbrecher dargestellt werden. Abgebildet werden sie mit ihrer Beute, umringt von grimmigen Beamten. Aktuell ist laut der «Bild» noch unklar, ob sich die drei Täter noch in Haft befinden.

Warnung an Touristen

Der Badefinken-Klau zeigt eindrücklich: Die thailändische Polizei greift auch bei Bagatellen durch. Das schnelle und harte Vorgehen gegen die drei Diebe soll eine Warnung an andere Touristen sein, sich auf der Ferieninsel Phuket zu benehmen. So beschreibt der «Wochenblitz», ein deutschsprachiges Magazin in Thailand, die Ermittlungen rund um den Badefinken-Klau. Schon der Diebstahl kleiner Gegenstände werde im ganzen Land mit Bussen oder Gefängnisstrafen geahndet. Die lokalen Geschäfte auf der Insel würden dieses harte Vorgehen gegen Missetäter begrüssen, heisst es im Magazin weiter.

Auch das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) warnt Touristen ausdrücklich, dass Gesetzesverstösse in Thailand strenger geahndet werden als in der Schweiz. Die Haftbedingungen seien hart und es müsse mit langen Wartefristen bis zu Gerichtsterminen gerechnet werden. Oft dürfen Angeklagte das Land während eines laufenden Strafprozesses nicht verlassen.

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