Darum gehts
- Hacker legen Berlin lahm: 5,26 Terabyte Daten im Darknet veröffentlicht
- Rahmenpläne zu nuklearen Gefahren und Kontodaten wurden öffentlich
- Rhysida forderte 2 Mio. Euro Lösegeld, Behörden verweigerten Zahlung
Ein gewaltiger Cyber-Angriff erschüttert die deutsche Hauptstadt Berlin. Die Hacker-Gruppe Rhysida hatte vom Berliner Senat rund 2 Millionen Euro Lösegeld gefordert. Ansonsten würde die Gruppe Hunderttausende sensible Daten der Berliner Senatsverwaltung im Internet veröffentlichen. Der Senat liess sich nicht erpressen. Am Freitagnachmittag hatte Rhysida ihre Drohung in die Tat umgesetzt.
Eine riesige Datenmenge von 5,26 Terabyte und 1'439'893 Dateien landete bisher bereits im Darknet. Laut der «BILD» befinden sich unter den Daten etwa vertrauliche Notfallpläne, Kontodaten und Telefonnummern. Sogar ein Rahmenplan gegen chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren sei nun öffentlich einsehbar.
Gefahr von «staatsgefährdendem Ausmass»
Nach dem Datenleak wies das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik laut «Focus» auf eine erhöhte Bedrohungslage hin. Die Behörde warnt vor gezielten Phishing-Angriffen und rät Betroffenen, besonders wachsam zu sein. «Das BSI weist explizit darauf hin, dass sich aus der Veröffentlichung gestohlener Daten verschiedene Risiken für die Betroffenen und letztlich für die Gesellschaft ergeben können.»
Wer allerdings tatsächlich vom Hacker-Angriff betroffen ist, bleibt offen. Laut der «BILD» gibt es dazu aktuell nur wenige Informationen von den Berliner Behörden.
Investigativjournalist und Waffenexperte Lars Winkeldorf spricht auf X von einer «absoluten Vollkatastrophe». «Dieses Datenleck ist schlimmer als alle bisherigen Terroranschläge zusammen.» Er sieht in der Cyber-Attacke eine Gefahr von «staatsgefährdendem Ausmass». Die Ermittlungen der Berliner Behörden laufen derweil auf Hochtouren.