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Tragödie im Wallis:Chronologie des Inferno-Horrors

«Sie hatte verbrannte Haare, ihre Kleidung war geschmolzen»
Zwei Zufälle retteten Francesca (17) und Elisabetta (15) das Leben

Eine italienische Mutter schildert, wie ihre Töchter die Brandkatastrophe von Crans-Montana überlebten. Die 17-jährige Francesca wurde schwer verbrannt – heute fordert ihre Mutter bessere Nachsorge für Brandopfer.
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Die Flammen schiessen am Neujahrsabend aus dem Le Constellation.
Foto: Screenshot
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Janine EnderliRedaktorin News

Als Federica I.* (43) in der Nacht auf den 1. Januar 2026 die Nachricht über die Brandkatastrophe in Crans-Montana erhielt, ahnte sie nicht sofort, wie dramatisch die Lage war. «Ich habe geschlafen, war in Mailand. Online war noch nichts zu lesen. Aber die Stimme meines Ex-Mannes klang unsicher, was er sonst nie ist. Er sagte: ‹Du hast keine Ahnung, was passiert ist. Szenen wie aus der Apokalypse. Den Mädchen geht es gut, aber hier herrscht Chaos›», erzählt I. dem «Corriere della Sera».

Ihre Töchter Elisabetta und Francesca, damals 15- und 17-jährig, wurden durch das Inferno verletzt. Francesca erlitt eine Kohlenmonoxidvergiftung und Verbrennungen zweiten und dritten Grades an 25 Prozent ihres Körpers.

Detail rettete 17-Jähriger das Leben

«Meine Töchter hatten den Club gegen halb eins verlassen, um mit Freunden auf dem Platz anzustossen», erzählt I. Später kehrten sie in die Bar zurück. Während Francesca hineingelassen wurde, musste die jüngere Elisabetta in der Schlange warten.

Kurz vor dem Feuer war Francesca in den Raucherbereich nahe den Toiletten gegangen. Als sie Schreie hörte und die Flammen sah, wollte sie zur Treppe. Dabei wurde sie von zwei Mädchen umgerannt und stürzte. Sie riss sich die Kniebänder, entging dadurch aber der Hitzewelle an der Treppe.

Trotz schwerer Verletzungen schaffte sie es ins Freie. «Sie hatte verbrannte Haare, ihre Kleidung war geschmolzen. Nur ihre Jeans und ihr Handy blieben – und ein Amulett, das ich ihr aus Neapel mitgebracht hatte.»

Heute setzt sich Federica I., selbst Ärztin, für eine bessere Nachsorge von Brandopfern ein. «Verbrennungen sind chronische Krankheiten mit langfristigen Schäden. Wir müssen die Versorgung verbessern.» Beide Töchter sind bis heute gezeichnet: Während Francesca sich auf ihre Genesung konzentriert, leidet Elisabetta weiterhin unter einer posttraumatischen Belastungsstörung.

*Name bekannt

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