Ermittler finden Knochen
Traurige Gewissheit im Cold Case Kerstin L.

Ein konkreter Hinweis einer Tatverdächtigen hat den Cold Case um Kerstin L. neu aufgerollt. Bei Ausgrabungen in Deutschland fanden Ermittler Knochen, die mit «hoher Wahrscheinlichkeit» zur seit 2007 vermissten Frau gehören.
Kerstin L. galt seit 2007 als vermisst. Nun fanden die Behörden Knochen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit von ihr stammen.
Foto: Polizei Oberpfalz (Archivbild)

Darum gehts

  • In der Oberpfalz gefundene Knochen stammen wohl von der seit 2007 vermissten Kerstin L.
  • Eine 56-jährige Tatverdächtige führte Ermittler zum Fundort und legte ein Geständnis ab
  • Drei Personen sollen die Tötung geplant haben; ein 66-Jähriger sitzt derzeit in Untersuchungshaft
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Traurige Gewissheit im mysteriösen Cold Case von Kerstin L.* (†39): An einer Pressekonferenz in Regensburg (D) teilten Vertreter von Polizei und Staatsanwaltschaft mit, dass ausgegrabene menschliche Überreste mit «hoher Wahrscheinlichkeit» von der seit 2007 vermissten Frau stammen.

Durch einen sehr konkreten Hinweis einer Tatverdächtigen sei es zu Ausgrabungen an zwei Standorten gekommen. Im Zuge dessen wurden am 9. Oktober Knochen gefunden. Der Fundort in Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz liegt laut Nordbayern nur 500 Meter von einem Ort entfernt, der bereits im Jahr 2012 untersucht worden war.

Drei Menschen sollen den Tod von Kerstin L. geplant haben

Die heute 56-jährige Frau legte bei den Behörden zudem ein umfangreiches Geständnis ab. Demnach sollen insgesamt drei Menschen gemeinsam die Tötung der damals 39-jährigen Kerstin L. geplant haben. Alle drei hätten aus unterschiedlichen Gründen einen Groll gegen die Frau gehegt. Als Tatort gab die Verdächtige die Wohnung des damaligen Lebensgefährten von Kerstin L. in Regensburg an. Nach anfänglichen Würgeversuchen durch die Kronzeugin soll ein heute 66-jähriger Tatverdächtiger Kerstin L. so lange gewürgt haben, bis sie gestorben ist.

Der beschuldigte 66-Jährige hat sich bislang noch nicht zur Sache geäussert und befindet sich in Untersuchungshaft. Der Untersuchungshaftbefehl gegen die 56-jährige Tatverdächtige sei ausser Kraft gesetzt worden, da bei ihr keine Fluchtgefahr bestehe. Der dritte Tatverdächtige ist laut den Sprechern der Pressekonferenz bereits verstorben. Die Ermittlungen durch die Behörden laufen weiter, und für alle Tatverdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

* Name bekannt

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