Darum gehts
- Dichter Nebel und Streik blockieren Flüge auf São Miguel seit Mai
- 17'000 Reisende, darunter Schweizer, gestrandet und Feldbetten aufgestellt
- Flughafen João Paulo II: Sichtprobleme, Streik, hunderte Flüge gestrichen
Dichter Nebel legt den Flugverkehr auf den Azoren lahm: Auf der Insel São Miguel wurden in den vergangenen zwei Wochen Hunderte Flüge gestrichen. Zeitweise konnten rund 17'000 Reisende ihre Reise nicht fortsetzen. Unter den Gestrandeten befinden sich auch Schweizer Feriengäste, wie 20 Minuten berichtet.
Feldbetten am Flughafen
So sei auch Astrid (34) mit ihrer Familie auf die Azoren gereist – und in den Nebelstau geraten. Bereits der Hinflug verspätete sich. Der geplante Weiterflug auf die Insel Santa Maria sei mehrfach verschoben worden und schliesslich komplett gestrichen worden. «Schon auf dem Weg von Zürich nach Ponta Delgada wurde unser Flug um einen halben Tag verschoben», berichtet sie dem Onlineportal. Das Flughafenpersonal sei oft überfordert gewesen, die Warteschlangen vor den Schaltern hätten sich über Tage gezogen. Für viele Betroffene bedeutet das Wetterchaos mehr als nur eine Verspätung. Verpasste Inselbesuche, ungenutzte Unterkünfte und ständige Unsicherheit prägen den Aufenthalt.
Flughafen an der Belastungsgrenze
Der Flughafen João Paulo II in Ponta Delgada kämpft schon tagelang mit einer dichten Nebeldecke und extrem schlechter Sicht. Zahlreiche Flüge konnten weder starten noch landen. Laut mehreren übereinstimmenden Quellen, darunter The Portugal News, führte dies zu einem massiven Rückstau im Flugverkehr. Reisende berichteten von überfüllten Terminals und stundenlangen Warteschlangen. Die Fluggesellschaft SATA hatte bereits Tage zuvor vor erheblichen wetterbedingten Störungen gewarnt.
Streik verschärfte die Krise zusätzlich
Neben dem Wetter sorgte auch ein Generalstreik Anfang Juni für weitere Ausfälle. Dadurch wurden bereits verschobene Flüge erneut gestrichen. Für viele Passagiere verlängerte sich die Wartezeit um mehrere Tage. Die Kombination aus Nebel und Streik führte zu einem der grössten Reisechaos-Ereignisse der letzten Jahre auf den Azoren.