Video zeigt Unfallstelle von oben
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Bus in Italien verunglückt:Video zeigt Unfallstelle von oben

Bus stürzte von Brücke
Millionen-Entschädigung nach Busunglück in Venedig mit 22 Toten

Nach einem Busunglück mit 22 Todesopfern in Venedig haben die Hinterbliebenen eine Millionen-Entschädigung erhalten. Im Oktober 2023 war der Bus von einer Brücke in die Tiefe gestürzt.
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Bei einem Busunglück im Oktober 2023 in Venedig verloren 22 Menschen ihr Leben.
Foto: IMAGO/Avalon.red

Darum gehts

  • 22 Menschen starben im Oktober 2023 bei Busunglück in Venedig
  • Leitplankenlücke und Sicherheitsmängel seit 2016 bekannt, Renovierung verzögert gestartet
  • Versicherung zahlte 6,4 Millionen Franken an elf betroffene Familien
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Bei einem verheerenden Bus-Unglück in Venedig im Oktober 2023 verloren 22 Menschen ihr Leben. Auf der Fahrt aus der italienischen Lagunenstadt auf einen Campingplatz auf dem Festland passierte der Bus eine Brücke und stürzte aus etwa zehn Metern Höhe auf eine Bahnstrecke. An dieser Stelle hatte die Leitplanke ein grosses Loch.

Nun haben die Hinterbliebenen des Bus-Unglücks eine Millionen-Entschädigung erhalten. Insgesamt seien von einer Versicherung an elf Familien 7 Millionen Euro (6,4 Millionen Franken) ausgezahlt worden, teilte das italienische Unternehmen Giesse mit. Die Firma beschäftigt sich mit der aussergerichtlichen Begleichung von Schadensersatzansprüchen. 

Im Dezember hatte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen sieben Beschäftigte der Stadt eingestellt. Ihnen war fahrlässige Tötung zur Last gelegt worden

«Die Schreie verwandelten sich in eine grausame Grabesstille»

Augenzeugenberichte schilderten das grauenvolle Ausmass der Tragödie. «Als ich den Bus erreichte, verwandelten sich die Schreie in eine grausame Grabesstille, die mir das Blut in den Adern gefrieren liess. Ich wollte helfen, wurde aber von meinem Freund und einer Polizistin daran gehindert, weil der Bus noch brannte und zu explodieren drohte», erzählte ein Augenzeuge damals der italienischen Zeitung «La Stampa».

Aufnahmen von Augenzeugen zeigten, wie sich die Menschen wegen der Hitze der Karosserie nicht nähern konnten. «Hilfe, sie sterben!», waren Schreie auf den Videos zu hören.

Hier wird ein Mädchen aus dem Unglücks-Bus gerettet
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Schwerer Unfall in Venedig:Hier wird ein Mädchen aus dem Unglücks-Bus gerettet

Kurz nach dem Busunglück waren erhebliche Sicherheitsmängel rund um die Unfallstelle öffentlich geworden. So entsprach die Leitplanke an der Stelle, an der das Fahrzeug von der Brücke in die Tiefe stürzte, nicht den geltenden Sicherheitsstandards. Zwar gab es bereits seit 2016 Planungen für eine Renovierung, doch begannen die Arbeiten erst im September. An der Unfallstelle befand sich eine eineinhalb Meter lange Lücke in der Leitplanke. Das hinter dieser Lücke befindliche Metallgeländer hielt dem Aufprall des Busses nicht stand.

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