Schwerer Unfall in Venedig: Hier wird ein Mädchen aus dem Unglücks-Bus gerettet(00:16)

Zwei Brüder werden zu Waisen, Freund trauert um den Busfahrer
Das ist bisher über die Opfer des Busunglücks bekannt

Nach der schweren Bus-Tragödie in Mestre bei Venedig dauern die Ermittlungen und die Identifikation der Opfer weiter an. Das ist bisher über die Verstorbenen bekannt.
Publiziert: 04.10.2023 um 14:44 Uhr
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Aktualisiert: 06.10.2023 um 04:17 Uhr
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Der Bus-Chauffeur Alberto R. galt als erfahrener Mitarbeiter. Seine Leiche wurde am Dienstagabend geborgen.

Die Tragödie in Italien erschüttert ganz Europa. Noch ist nicht klar, warum der Bus mit 39 Personen an Bord von einer Brücke in Mestre bei Venedig stürzte und 21 Menschen in den Tod riss. Die Trauer der Angehörigen ist riesig.

Busfahrer Alberto R.* stammte laut italienischen Medienberichten aus Treviso. Sein lebloser Körper war der letzte, der aus dem Fahrzeug geborgen wurde. Dies sagte der Präfekt von Venedig, Michele Di Bari, im Gespräch in der Sendung «TG1».

«Shuttle to Venice» als letzter Facebook-Post

R. galt als sehr erfahren. Sowohl seine Firma als auch die Menschen in seinem Dorf können sich nicht vorstellen, wie es zum Unfall kam.

Ein Freund des Italieners schreibt in einem emotionalen Facebook-Post: «Ich will es nicht glauben. Alberto, du warst immer so stolz auf deine Arbeit. Ich habe dir sofort geschrieben, als es passiert ist, in der Hoffnung, dass das verdammte Gefühl, das ich hatte, nicht wahr war. Tschüss Alby, flieg.»

«Shuttle to Venice» hatte der Fahrer in seinem letzten Facebook-Post geschrieben – um 18.30 Uhr, eineinhalb Stunden vor der Tragödie. Darunter finden sich zahlreiche besorgte Kommentare von Freunden, die vom Unglück erfuhren.

Viele junge Opfer

Derweil wird über die Unfallursache spekuliert: «Vielleicht hat ein medizinisches Problem des Chauffeurs zum Unfall geführt», sagt Renato Boraso, Mobilitätsbeauftragter von Venedig. Er schliesst kategorisch aus, dass es vor dem Absturz einen Brand an Bord gegeben habe. Die Flammen seien erst nach dem Aufprall entstanden. Boraso hofft, dass Bilder einer Überwachungskamera bei der Klärung des Unglücks helfen.

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Der Präfekt von Venedig, Michele di Bari, gab am Mittwochabend bekannt, dass alle Todesopfer identifiziert wurden. Bei den Verstorbenen handelt es sich um neun Ukrainer, vier Rumänen, drei Deutsche, einen Italiener (der Fahrer), einen Kroaten, zwei Portugiesen sowie einen Südafrikaner. Zudem wurde bereits am Mittwochnachmittag klar, dass unter den Todesopfern ein eineinhalbjähriger Bub, ein 11-jähriges Mädchen, eine 28-jährige Frau, zwei weibliche Personen im Alter von 30 Jahren, eine 38-Jährige und zwei Frauen im Alter von 65 und 70 Jahren waren. 

Ein neugeborenes Baby überlebte wie durch ein Wunder. Seine Eltern haben sich laut Medienberichten schützend über ihr Kind geworfen, um es vor den Flammen zu schützen.

Zwei kleine Brüder sind jetzt Waisen

Zwei deutsche Brüder (7 und 13) wurden beim Unglück schwer verletzt und ins Spital gebracht. Sie verloren beim Unfall beide Elternteile. 

Am Dienstagabend stürzte ein Bus des privaten Unternehmens Lalinea von einer Überführung in Mestre bei Venedig. 21 Menschen starben noch auf der Unfallstelle. 15 Personen sind zudem verletzt – teils schwer. (ene)

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