Inspirierende Geschichte aus Schweden
Bub sammelt 13 Jahre Pfanddosen – mit 20 kauft er sich ein Haus

Ein eigenes Haus – davon träumen viele. Auch Rickard Eriksson, der aufgrund der plötzlichen Erkrankung seiner Mutter bei einer Pflegefamilie landete. Mit sieben Jahren fasste er einen Entschluss und begann Pfandflaschen zu sammeln, um sich ein eigenes Haus zu kaufen.
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Als Siebenjähriger hatte Rickard Eriksson den Traum, sich ein Haus zu kaufen. Er begann daher, Pfandflaschen zu sammeln.
Foto: SVT Nyheter

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schwede kauft Haus durch Pfandflaschensammeln und Pokémon-Karten-Handel
  • Eriksson sammelte 13 Jahre lang täglich Pfandgut für seinen Traum
  • Mit 20 Jahren hatte er 100’000 Kronen für Hauskauf angespart
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Von einem Tag auf den anderen wurde die Kindheit von Rickard Eriksson (32) aus Örebro auf den Kopf gestellt. Seine alleinerziehende Mutter erkrankte – sein jüngerer Bruder und er kamen zu einer Pflegefamilie, erzählt er nun dem schwedischen Sender SVT Nyheter.

Mit sieben Jahren fasste Rickard Eriksson schliesslich einen Plan: Er würde sich ein eigenes Haus kaufen. Während viele Menschen Dosen und Flaschen achtlos wegwerfen, sah der Bub darin eine Möglichkeit, sich seinen Traum zu finanzieren. Er setzte sich ein Ziel: Jeden Tag wollte er 10 Kronen (etwa 0.85 Franken) Pfandgeld zusammenbekommen.

Mit 20 kann er sich ein Haus kaufen

Sein engagierter Plan stiess nicht immer auf Begeisterung: «Es waren vor allem Leute in meinem Alter, die sich darüber lustig machten, dass ich Pfandflaschen sammelte», erzählt er dem schwedischen Sender. Doch davon liess er sich nicht einschüchtern: «Man musste diejenigen ignorieren, die dumme Sprüche machten.»

13 Jahre lang blieb er daher bei seinem Vorhaben und sammelte weggeworfenes Pfandgut. Die Pfandquittungen wechselte er in Bargeld um, sammelte dieses in seinem Sparschwein und zahlte alles auf ein Sparkonto ein. Zusätzlich kaufte der Bub Pokémon-Karten, spezielle Sammelkarten. Diese tauschte und verkaufte er und gewann zusätzliches Geld für seinen ehrgeizigen Lebenstraum.

Mit 20 Jahren hatte Eriksson schliesslich sein Ziel erreicht. Er konnte 100’000 Kronen (etwa 8543 Franken) für ein altes Haus anzahlen. «Damals war ich sehr glücklich und stolz», berichtet er SVT Nyheter. Am Sammeln von Pfandgut hält Eriksson immer noch fest. Neben dem nächsten Haus, das er kaufen will, möchte er zur Erinnerung eine Statue bauen – finanziert aus Pfandgeld.

Von einem eigenen Haus träumen viele – doch der Weg dahin ist nicht immer einfach. Blick stellt weitere inspirierende Geschichten vor.

Kinder wollen eigenes Land kaufen

Monatelang hatten die australischen Geschwister Annabelle und Sunny Johnson ohne festen Wohnsitz gelebt. Nachdem sich ihre Mutter Rachel King 2019 von ihrem damaligen Partner getrennt hatte, habe sie trotz Vollzeitjob irgendwann die Miete nicht mehr zahlen können, erzählte sie dem australischen Sender ABC. 2024 kamen sie immer wieder bei Familien und Freunden unter. Mit deren Hilfe gelang es King schliesslich, Geld für ein eigenes Zuhause aufzubringen.

Doch ihre Kinder, damals neun und elf Jahre alt, schmiedeten einen Plan, es nie wieder so weit kommen zu lassen. Sie sammeln seither Pfandflaschen, um Geld zu sparen. In der Nachbarschaft hängen sie dafür Flyer auf und bitten um ungewollte Flaschen und Dosen. Ihr Traum: eigenes Land zu kaufen, um dort ein Haus oder eine Farm zu bauen.

Wohnungskauf durch Flaschenpfand

Gesammelte Pfandflaschen und -dosen erfüllten auch dem Australier Damian Gordon (36) den Traum vom Eigenheim. Um sich neben seinem Vollzeitjob zusätzliches Geld zu verdienen, habe er 2017 Pfandgut zu sammeln und zu Geld zu machen begonnen, schilderte er dem Sender ABC. Ehrenamtlich ging er auch an Veranstaltungen wie Musikfestivals, um dort Dosen und Flaschen einzusammeln.

Zusätzlich fand er auf den Veranstaltungen zahlreiche unverderbliche und übrig gebliebene Lebensmittel, die ansonsten weggeworfen worden wären. «Es gibt so viel Abfall in der Gesellschaft, wir leben in einer Wegwerfgesellschaft», sagte Gordon zu ABC.

Seine Mentalität bescherte ihm nach sieben Jahren und schätzungsweise 450’000 gesammelten Dosen und Flaschen die Chance, mit 46’000 australischen Dollar (rund 24’340 Franken) eine kleine Wohnung zu kaufen.

Mit der Whiskysammlung zum Eigenheim

Flaschen ganz anderer Art ermöglichten dem Schotten Matthew Robson (33) den Kauf eines Eigenheims. Sein Vater hatte es eine schöne Idee gefunden, seinem Sohn jedes Jahr zum Geburtstag eine 18 Jahre alte Flasche Single-Malt-Whisky der beliebten schottischen Macallan-Brennerei zu schenken. Die Idee: Seinen 18. Geburtstag sollte Matthew Robson mit 18 Flaschen 18-jährigem Whisky feiern können, wie der Vater gegenüber BBC erklärte.

Doch auch später schenkte er seinem Sohn weiterhin die begehrten Whiskyflaschen. Bis zu dessen 28. Lebensjahr gab er etwa 5000 Pfund (etwa 5412 Franken) aus – der Wert des Whiskys steigerte sich jedoch dabei auf 40’000 Pfund (etwa 43’300 Franken). Mit 28 Jahren entschloss sich Matthew Robson daher, seine Sammlung zu verkaufen, um sich davon ein eigenes Haus zu leisten.

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