Wo sonst Uhrwerke ticken, herrscht aktuell Ausnahmezustand. Die Krawalle in Frankreich erfassten am Wochenende auch die Luxusgeschäfte. In der Nähe einiger der renommiertesten Adressen der internationalen Uhren- und Schmuckbranche drangen Randalierer in Geschäfte ein, plünderten die Verkaufsräume und entwendeten Waren. Betroffen waren Städte wie Paris und Marseille.
Besonders schwer getroffen wurde offenbar eine Filiale der Schweizer Uhrenmarke Breitling. Konzernchef Georges Kern veröffentlichte am Montagabend auf Instagram ein Video, das das Ausmass der Schäden im Geschäft zeigt. Die Aufnahmen vermitteln ein Bild erheblicher Verwüstung.
«Gute Warnung für die anderen Länder»
Das Ladeninnere ist stark in Mitleidenschaft gezogen: Stellwände wurden herausgerissen, Glasscheiben eingeschlagen und zahlreiche Gegenstände liegen verstreut auf dem Boden. Die Verkaufsräume wirken regelrecht zerstört. Wie hoch der entstandene Sachschaden ausfällt und in welchem Umfang Waren entwendet wurden, ist bislang nicht bekannt. Auch um welche Filiale es sich genau handelt, geht aus dem Video nicht hervor.
Kern, unter dessen Führung Breitling seine internationale Position weiter ausgebaut hat, kommentierte die Aufnahmen mit deutlichen Worten. «Et voilà, Frankreich. Das waren nicht wirklich Schüler, die das getan haben. Zumindest eine gute Warnung für die anderen Länder in Europa. Gott sei Dank wurde niemand aus unseren Teams verletzt», schreibt Kern. Damit meint der Uhrenboss auch die Täter mit Migrationshintergrund aus den Banlieues.
In den Kommentaren gibt es viel Lob für die Worte des 61-Jährigen. «Er ist intelligenter als die meisten europäischen Spitzenpolitiker», schreibt jemand in den Kommentaren. Viele User sind entsetzt über die Gewalt und äussern grosse Solidarität gegenüber den Ladenbesitzern.