Trump öffnet die Tür
Bolsonaro flüchtet in die USA – er soll Visa bekommen

Nach seiner knappen Niederlage gegen Lula soll Flavio Bolsonaro Brasilien Richtung USA verlassen haben. Zuvor waren seine Pässe für ungültig erklärt worden.
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Flavio Bolsonaro soll Brasilien den Rücken gekehrt haben.
Foto: AFP

Darum gehts

  • Flavio Bolsonaro soll offenbar nach seiner knappen Wahlniederlage gegen Lula in die USA gereist sein
  • Das US-Aussenministerium teilte mit, Bolsonaro und seine Familie hätten Visa für die USA erhalten
  • Bolsonaro gab seine Pässe nicht ab, danach erklärten Behörden die Dokumente rasch für ungültig
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Janine EnderliRedaktorin News

Flavio Bolsonaro (45), Senator und Sohn des ehemaligen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro (71), hat nach seiner Niederlage bei der Präsidentschaftswahl das Land verlassen und soll in die USA geflüchtet sein.

Ein Vertrauter bestätigte Reuters am Dienstag entsprechende Medienberichte. Auch aus US-Regierungskreisen hiess es, Bolsonaro sei an Bord eines Flugzeugs in Richtung Vereinigte Staaten. Das US-Aussenministerium teilte zudem mit, dass Bolsonaro und seine Familie ein Visum für die USA erhalten haben. Wo er sich jetzt befindet, ist unklar.

Auch Trump erklärte am Mittwoch, dass er eine Einreise Bolsonaros in die USA befürwortet. «Nun, ich würde das gutheissen. Ich halte sie für anständige Leute. Die Wahl war sehr seltsam, und ich fand sie schrecklich. Sie hat schlechte Kritiken bekommen. Man muss sich nur ansehen, was mit ihrem Markt passiert ist», so Trump. «Ich finde es furchtbar, das mit anzusehen. Ich habe mich nicht auf eine Seite gestellt, wissen Sie. Ich kenne beide. Ich kenne Lula. Ich kenne Flavio ein bisschen. Den Vater kenne ich sehr gut. Der Vater wurde wirklich schlecht behandelt. So ist Brasilien eben. Es ist ein anderes Land.»

Pässe nicht abgegeben

Am 26. Oktober 2026 hatte Bolsonaro die Stichwahl gegen den amtierenden Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva (81) knapp verloren.

Noch am Tag danach wurde die Lage für ihn brisant: Er erklärte, dass die brasilianische Polizei ihn auf Anweisung eines Obersten Richters aufgefordert habe, seine Pässe innerhalb von 24 Stunden abzugeben. Bolsonaro bezeichnete die Anordnung in einem Video als «Einschüchterungsversuch» und beteuerte: «Ich habe nie daran gedacht, das Land zu verlassen.»

Doch seine Worte hielten nicht lange. Bolsonaro liess die Frist verstreichen, woraufhin seine Pässe für ungültig erklärt wurden. Schon kurz darauf sass er offenbar im Flugzeug.

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