Darum gehts
- Grossbrand zerstört Brüsseler Oxy-Gebäude, Flammen im Aufzugsschacht verstärken Feuer
- Mehrere Leichen in Liftschächten entdeckt, sechs Menschen noch vermisst
- 200 Personen evakuiert, zwei Verletzte ins Spital gebracht
Ein Grossbrand hat am frühen Dienstagmorgen einen Gebäudekomplex in Brüssel schwer beschädigt. Das Gebäude, das nach seiner Renovierung Büros, Wohnungen und ein Vier-Sterne-Hotel beherbergen sollte, geriet im zweiten Stock in Brand.
Was zunächst als kleines Feuer begann, entwickelte sich schnell zu einer Katastrophe. Flammen und Trümmer fielen in den Aufzugsschacht und lösten auf der Ebene -2 ein neues Feuer aus. Dies berichtete unter anderem «De Morgen». Die Brüsseler Feuerwehr rückte mit einem Grossaufgebot an, um den Kellerbrand zu bekämpfen.
Leichen in Liftschacht entdeckt
Das Feuer ist mittlerweile unter Kontrolle, doch die Lage bleibt angespannt. Durch die blockierten Lifte sind Such- und Rettungsteams weiterhin im Einsatz, um die Schächte und Kabinen zu durchsuchen. Zwei Personen erlitten Verbrennungen und wurden ins Spital gebracht.
Rund 200 Bauarbeiter, die sich im Gebäude aufhielten, mussten evakuiert werden. Laut «De Morgen» erklärte die Brüsseler Arbeitsinspektion: «Wir haben inzwischen mehrere Leichen in den Liftschächten gefunden. Es ist schwierig, die genaue Zahl der Betroffenen abzuschätzen. Sechs Personen werden derzeit noch vermisst.»
Nicht das erste Feuer im Oxy
Das Oxy-Gebäude, das von Immobel und Whitewood entwickelt und von den Architektenbüros Snøhetta sowie Binst Architects entworfen wurde, ist kein unbeschriebenes Blatt. Bereits im April 2024 hatte ein Feuer auf dem Dach des Komplexes gewütet, damals jedoch ohne Verletzte. Das Projekt, das Büros, Wohnungen, Gastronomie und ein Hotel umfasst, sollte dem alten Muntcentrum neues Leben einhauchen. Die Ursache des aktuellen Brandes wird noch untersucht.