Bettwanzen im Flieger – Spezialreinigung notwendig!
Qantas-Jet muss in Rom am Boden bleiben

In Sitzen einer Qantas-Maschine nach Rom wurden Blutsauger entdeckt. Das hat Folgen.
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Der Flug von Rom nach Perth vom Samstag wurde wegen Bettwanzen an Bord gestrichen.
Foto: AFP

Darum gehts

  • Bettwanzen störten am 10. Oktober Qantas-Flug Perth–Rom.
  • Wohl per Gepäck eingeschleppt, sassen sie in Economy-Sitzen.
  • Der Rückflug fiel aus; Gäste wurden innert 48 Stunden umgebucht.
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Yannick Weber

Winzige Tierchen legen einen riesigen Flieger lahm: Eine Boeing 787 Dreamliner der australischen Fluggesellschaft Qantas - laut dem neusten Skytrax-Ranking die zwölftbeste Airline der Welt - konnte am Samstag nicht wie geplant vom Flughafen Rom abheben. Schuld daran waren Bettwanzen. Auf dem Flug von Perth nach Rom, der am selben Morgen in der italienischen Hauptstadt gelandet war, klagten Passagiere über heftigen Juckreiz, berichtet unter anderem die «Bild».

Die Crew verteilte Antiallergika an die Betroffenen. Nach der Landung in Rom wurde das Flugzeug inspiziert, und es wurden Bettwanzen auf «einer kleinen Anzahl von Sitzen» in der Economy Class gefunden, so Qantas. Die Maschine sollte noch am selben Samstag zurück nach Perth fliegen. Letztlich wurde den Passagieren aber mitgeteilt, dass der Flug gestrichen wurde. So konnte das Flugzeug von Fachleuten speziell behandelt werden.

Bettwanzen und Mücken 1, Flieger 0

Die gestrandeten Passagiere wurden in Rom untergebracht und auf andere Flüge umgebucht. Keiner habe länger als 48 Stunden warten müssen, versicherte die australische Airline. Klar ist: Die Bettwanzen sind nicht von allein ins Flugzeug gelangt, denn sie können weder fliegen noch springen. Ein Passagier hat sie mit grösster Wahrscheinlichkeit unbemerkt in der Kleidung oder im Koffer mitgebracht.

Es ist nicht das erste Mal, dass kleine Insekten den Flugverkehr beeinträchtigen. Im Juli dieses Jahres, wiederum in Italien, hatte ein Ryanair-Flug von Mailand nach Alicante drei Stunden Verspätung wegen einer Mückenplage. Der Schwarm hatte sich kurz vor dem geplanten Abflug rasend schnell ausgebreitet. Die Fliegenklatschen, die die Crew zückte, nützten nichts. Das Flugzeug wurde evakuiert und konnte schliesslich mit drei Stunden Verspätung starten, nachdem das Problem behoben war.

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