Darum gehts
- Die USA planen mögliche Militärintervention in Mali gegen dschihadistische Milizen
- Terrorismusabwehr-Chef Sebastian Gorka treibt Entscheidung trotz Uneinigkeit im US-Sicherheitsrat voran
- Mali hat fast 25 Millionen Einwohner und schwere Gewaltprobleme
Es wäre das achte Land, in dem sich die USA in der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump (80) militärisch betätigen würden: Wie die «Washington Post» am Mittwoch berichtet, erwägt die US-Regierung eine Intervention im westafrikanischen Land Mali. Dort könnte die US-Armee dschihadistische Milizen wie die mit Al-Kaida verbundene Jnim und den wiedererstarkten Islamischen Staat ins Visier nehmen.
Das verrieten mehrere Insider der Zeitung. Noch soll jedoch Uneinigkeit unter den Entscheidern herrschen. Treibende Kraft hinter den Plänen ist demnach Sebastian Gorka (55), Chef der Terrorismusabwehr und Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats.
Diese Miliz bedroht Zivilisten in Westafrika
Jama'at Nusrat al-Islam wal-Muslimin, kurz Jnim, hat in Mali eine Hochburg errichtet und greift von dort aus auch andere westafrikanische Staaten an. «Sie hat sich zur am besten bewaffneten militanten Gruppe in der Region und zu einer der mächtigsten der Welt entwickelt», schreibt die «Washington Post».
Mali, ein Binnenstaat mit fast 25 Millionen Einwohnern, wurde in den vergangenen Jahren von Gewalt durch islamistische Milizen – und durch Malis eigene Junta-Regierung sowie die von ihr angeheuerten russischen Söldner zur Kontrolle der Lage – heimgesucht. Neben Jnim hat der IS Sahel – ein Ableger des Islamischen Staates – seine Macht in der Nähe der Grenze Malis zu Niger gefestigt.