Das letzte Video von Kalie McCrystal
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Teilnahme am Trofeo Kima:Das letzte Video von Kalie McCrystal

Bergläuferin Kalie McCrystal verschwand spurlos am Matterhorn
«Alles deutet darauf hin, dass sie beim Abstieg gestürzt ist»

Am 1. September verschwand die kanadische Bergläuferin Kalie McCrystal spurlos am Matterhorn. Seither wurde intensiv nach der 38-Jährigen gesucht. Nun hat die Familie Abschied von ihr genommen.
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Kalie McCrystal verschwand am 1. September spurlos am Matterhorn.
Foto: Instagram
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Alexander TerweyStv. Teamlead News-Desk

Noch immer fehlt von Bergläuferin Kalie McCrystal jede Spur. Die Kanadierin verschwand vor zwei Wochen am Matterhorn. Sie bereitete sich auf einen Rekordversuch im Berglaufen vor. In weniger als fünf Stunden wollte die 38-Jährige den Auf- und Abstieg über den Liongrat auf der italienischen Seite des Matterhorns schaffen.

Ihre Familie reiste aus Kanada an, um die Behörden bei der Suche zu unterstützen. Nun haben sich ihre Mutter Wendy Cooper und ihre Schwester Jody McCrystal in einem Statement geäussert – und Abschied genommen.

«Alles deutet darauf hin, dass sie abgestürzt ist»

«Es sind nun zwei Wochen vergangen, seit unsere geliebte Kalie während einer Erkundungstour am Matterhorn verschwunden ist», schreiben sie in dem Statement. Seither hätten die Bergretter unermüdlich versucht, jede mögliche Spur zu verfolgen. «Für uns als Familie hat es während der gesamten Suche sehr viel bedeutet zu wissen, dass alles Menschenmögliche unternommen wurde. Wir werden ihnen dafür ewig dankbar sein.» Ausserdem danken sie den kanadischen Behörden.

«Die überwältigende Liebe und Unterstützung für Kalie war einfach unglaublich», so Mutter und Schwester weiter. «Die unermüdliche Unterstützung von Hillary Gerardi, die als Erste Alarm wegen Kalie schlug, war für uns von unschätzbarem Wert.» Freunde und Angehörige als aller Welt hätten unglaubliche Anstrengungen unternommen, um dabei zu helfen, Kalie zu finden und nach Hause zu bringen. «Es war wunderschön zu erleben, wie viel Liebe sie umgeben hat.»

Doch das Matterhorn sei ebenso majestätisch wie unbarmherzig, schreiben sie weiter. «Trotz Kalies aussergewöhnlichen Fähigkeiten und ihrer Erfahrung im technischen Berggelände – einschliesslich ihrer früheren Erfahrungen am Matterhorn selbst – deutet alles, was wir inzwischen wissen, darauf hin, dass sie beim Abstieg gestürzt ist

«Nichts wird mehr so sein wie zuvor»

Weiter heisst es in dem Statement: «Trotz der Anstrengungen so vieler Menschen in den vergangenen Wochen hat die Suche uns nicht zu Kalie geführt. Dies ist nicht das Ergebnis, auf das irgendjemand von uns gehofft hatte, und es ist sehr schwer, dies zu akzeptieren.»

Kalie sei ein besonderer Mensch gewesen. Sie sei gleichermassen mit viel Entschlossenheit und Lebensfreude durchs Leben gegangen. Ihr Verlust werde zweifellos eine riesige Lücke hinterlassen, in der Berglauf-Szene, in Squamish – ihrem Heimatort – und darüber hinaus. «Für unsere Familie wird nichts mehr so sein wie zuvor. Kalie bedeutete uns als Schwester und Tochter so unglaublich viel, und ihr Verlust ist etwas, das wir für immer mit uns tragen werden.»

Dann nehmen Mutter und Schwester Abschied: «Auch wenn wir verzweifelt wünschen, wir hätten sie finden können, finden wir Trost in dem Wissen, dass sie bis zu ihren letzten Momenten das getan hat, was sie am lebendigsten fühlen liess, und dass sie nun bei den Bergen bleibt, in denen sie sich am meisten zu Hause fühlte.»

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